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Manschaftskapitän Lars Stindl / Foto: VFL Borussia Mönchengladbach
Manschaftskapitän Lars Stindl / Foto: VFL Borussia Mönchengladbach

Alles wird gut, wenn...

Der Saisonauftakt wirft seine Schatten voraus, Borussia könnte personell gerüstet sein, wenn Dieter Hecking sein Handwerk versteht

Text: Ingo Rütten

In Mönchengladbach ist Borussia immer Thema, aber in diesen Tagen natürlich besonders, denn es dauert nicht mehr allzu lange, ehe die Bundesligasaison und eine Woche vorher der DFB-Pokal in die neue Spielzeit starten. Jetzt ist die Zeit für die Möchtegern- Experten und Couch-Cheftrainer, die Transferaktivität des VfL zu bewerten, die Prognosen für die kommende Saison zu erstellen und bereits jetzt deutlich zu machen, was sie alles besser als die handelnden Personen im Borussia-Park gemacht hätten. Auch an dieser Stelle könnten wir leicht in den Chor einstimmen, und die Suche nach einem Angreifer und das Unverständnis über Max Eberls Untätigkeit in dieser Hinsicht kund zu tun. Aber, allen VfL-Fans sei jetzt und hier gesagt: Alles wird gut!

Trainer Dieter Hecking / Foto: VFL Borussia Mönchengladbach
Trainer Dieter Hecking / Foto: VFL Borussia Mönchengladbach

Nein, Josip Drmic wird nach überstandener Verletzung nicht im x-ten Anlauf an sein einziges gutes Halbjahr (irgendwann in Nürnberg) anknüpfen. Vielmehr hat Borussia einen Trainer, der die Mannschaft einen Sommer lang vorbereiten konnte, auf das, was vor ihr liegt. Einen der weiß, welcher Spieler welche Stärken und welche Schwächen mitbringt. Einen, der vielleicht sogar den einen oder anderen besser machen kann und andere aus ihrer Lethargie der Vergangenheit befreit. Vielleicht braucht Borussia tatsächlich keinen neuen und guten Angreifer, vielleicht muss sich Eberl als Sportdirektor eines mittlerweile durchaus finanzkräftigen Clubs gar nicht hinter seinen Aussagen über den herrschenden „Transfer-Wahnsinn“ verstecken? Die Ansammlung torgefährlicher Spieler ist zumindest auf dem Papier völlig okay, auf der anderen Seite wird Hecking seinen Chef sicher drängen, doch noch etwas zu tun, wenn er das anders sieht.

 

Bild von der Mannschaft gemacht

Hecking konnte sich ein halbes Jahr lang ein Bild von seiner neuen Mannschaft machen. Eine Rückrunde lang, an deren Ende die Qualifikation zum internationalen Geschäft hätte stehen müssen. Doch das verhinderten unglückliche Spiele und auch das Verletzungspech, letztlich aber war die mit etlichen Ersatzleuten auftretende VfL-Mannschaft auch einfach nicht gut genug, um die Saison zu retten. Hörte man damals in den Verein hinein, konnte man den Schuldigen dafür schnell ausmachen: natürlich, Ex-Trainer André Schubert. Dessen Saisonvorbereitungen wurden als ein weiteres Übel für den insgesamt unterdurchschnittlichen Zustand einer ambitionierten Mannschaft verantwortlich gemacht; ja sogar das Verletzungspech wollten manche daran festmachen.

Der neunte Rang aus der vergangenen Saison bedeutet für Borussia die schlechteste Platzierung seit fünf Jahren in der Bundesliga. Aber, die Fans in der Stadt sind sich in diesen Tagen sicher, dass die Mannschaft auch ohne weitere Neuzugänge besser und erfolgreicher spielen kann. Einige Akteure stehen dabei besonders unter Beobachtung: Ein Patrick Herrmann etwa, der nun zeigen und beweisen muss, dass er es besser kann als die letzten 18 Monate. Oder ein Tony Jantschke, der unter Schubert gar nicht zurecht kam, viel verletzt war und ganz gewiss auch eine bessere Rolle spielen möchte. Oder auch ein Thorgan Hazard, der endlich mal konstant seinen Ansprüchen gerecht werden muss. Schafft es Hecking, diese und andere Jungs wieder oder endlich auf Vordermann zu bringen, dann kann die anstehende Spielzeit eine richtig gute werden.

Sportdirektor Max Eberl / Foto: VFL Borussia Mönchengladbach
Sportdirektor Max Eberl / Foto: VFL Borussia Mönchengladbach

Schwierig, aber das muss der Anspruch sein

Das DFB-Pokalspiel bei Rot-Weiß Essen (11.8.) ist schon mal ein schöner Auftakt, die Vorspeise für den Saisonauftakt in der Meisterschaft, zu dem der 1. FC Köln am 20. August nach Mönchengladbach kommt. Jener 1. FC, der europäisch spielt, was das Abschneiden Borussias vor der Sommerpause noch schmerzhafter sein lässt für jeden aufrechten VfL-Anhänger. Niemand würde doch ernsthaft behaupten, dass Köln besser aufgestellt ist als Borussia! Es gibt andere Mannschaften in der Liga, an die der VfL nicht ran kommt, zudem geht es Schalke, Leverkusen und Wolfsburg ganz ähnlich wie dem VfL, auch die Clubs wollen wieder viel weiter nach oben klettern. Das Ziel laut Eberl ist ein Platz, der besser als der neunte ist. Das Ziel der Fans ist: Europa. Das wird schwierig, aber das muss der Anspruch sein.

Vielleicht schafft es ja eines der etlichen hochgelobten Talente in den Reihen des Spielerkaders, eine ähnlich Entwicklung zu nehmen wie Andreas Christensen? Der Däne wurde durch Matthias Ginter ersetzt, das stößt nicht überall auf Gegenliebe, ist aber eher ein Zeichen für das oft vermisste realistische Maß, das die VfL-Verantwortlichen hin und wieder anmahnen. Der Kauf eines deutschen Nationalspielers sollte indes tatsächlich positiv gesehen werden. Ginter und Lars Stindl spielten und gewannen im Sommer den Confed-Cup, hoffentlich gehen sie trotzdem ausgeruht in die Saison. Denn die beiden dürfen sich keine Formschwächen, Verletzungen oder Sperren erlauben – die beiden gehören zu den wenigen Borussen, die Hecking nicht besser machen oder „wecken“ muss, damit wir im nächsten Sommer wieder die Reiseziele in Europa checken und sagen können: Alles ist gut geworden.

Termine im August

DFB-Pokal - Fr. 11.8. 20:45 RW Essen – BORUSSIA
Bundesliga - So. 20.8. 18:00 BORUSSIA – 1. FC Köln
Bundesliga - Sa. 26.8. 15:30 FC Augsburg – BORUSSIA
Bundesliga - Sa. 9.9. 15:30 BORUSSIA – Eintr. Frankfurt
Bundesliga - Sa. 16.9. 18:30 RB Leipzig – BORUSSIA
Bundesliga - Di. 19.9. 18:30 BORUSSIA – VFB Stuttgart

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