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Sozialarbeiter Denis Malinowski / Fotos: Ralph Paulus, FanHausKids
Sozialarbeiter Denis Malinowski / Fotos: Ralph Paulus, FanHausKids

Der FPMG Supporters Club - Von Fans für Fans

FanHausKids im Fußballfieber

Hinter dem FanHaus des „FPMG Supporters Club“ findet man das Projekt FanHausKids. Dort stehen ein Bolzplatz und einige KIDSContainer. Kinder im Alter von 6 bis 12 Jahren können hier dreimal die Woche ihre Freizeit verbringen. Betreut wird das Ganze vom Fanprojekt De Kull, gefördert und finanziert durch den FPMG Supporters Club e.V. Wir sprachen mit Sozialarbeiter Denis Malinowski über die Kids und ihr FanHaus.

Interview: Sabrina Forst

Wie ist das Projekt FanHausKids entstanden?

Den Bolzplatz gibt es schon viele Jahre und irgendwann sind wir auf die Idee gekommen , Container aufzustellen und ein bisschen mehr aus der Fläche zu machen. Mein jetziger Chef, Philip Hülsen, hatte die Idee, einen Jugendnachmittag einzurichten. Damals kamen hauptsächlich Jungs. Später gab es einen zweiten Nachmittag für Mädchen und irgendwann war jeden Tag für alle bis 21 Jahre geöffnet. Kürzlich sind wir dann größer geworden. Die Kids von 6 bis 12 Jahren sind am Bolzplatz, die Jugendlichen finden in der Hehnerstraße 54 ihren Treffpunkt.

Wie kann ich mir das Projekt FanHausKids vorstellen, wenn ich noch nie da war?

Hinter dem FanHaus des „PMG Supporters Club“ im Nordpark gibt es einen Fußballkäfig und dahinter eine Grünfläche, die wir uns gerade zueigen machen. Wir haben Rasen pflanzen lassen, der jetzt anwächst. Später wollen wir hier entweder eine Schaukel aufstellen, eine Tischtennisplatte, oder die Fläche einfach frei lassen, um beispielsweise in den Ferien mit den Kindern zu zelten. Darüber hinaus stehen dort unsere Seecontainer. Innen findet man eine Konsole, einen Kicker, da sind Tische zum Malen und zum Basteln. Es gibt eine kleine Theke, an der Süßigkeiten und Getränke gekauft werden können.

Jedes Kind zwischen 6 und 12 Jahren ist bei Euch herzlich willkommen. Gibt es ein tägliches Programm, oder was passiert bei Euch?

Meistens beschäftigen die Kinder sich von ganz alleine miteinander, organisieren selbstständig Fußballturniere oder veranstalten Elfmeterschießen. Die meisten werden ja nicht „geschickt“, sondern kommen freiwillig und dann haben sie auch schon eine Vorstellung, was sie bei uns machen wollen. Die meisten wollen Fußball spielen. Wir Pädagogen sind nur dazu da, zu gucken, dass den Kindern nichts passiert, dass es ihnen gut geht und dass Regeln eingehalten werden. Den Rest machen die Kids alleine. Unter der Woche ist es bei uns sehr fußballlastig. Wir haben ein Stammklientel von 8 bis 10 Jungs, die bei Wind und Wetter Fußball spielen. Die bekommen wir auch nicht in den Container, wenn es regnet. Die kommen sogar 15 Minuten vor ihrem richtigen Training, um aufs Tor zu schießen. Die sind fußballverückt. Da muss man gar nicht mehr viel machen. Andere beschäftigen sich aber auch anders, die Mädchen quatschen manchmal einfach nur miteinander.

Der Bolzplatz hinter dem FanHaus / Fotos: Ralph Paulus, FanHausKids
Der Bolzplatz hinter dem FanHaus / Fotos: Ralph Paulus, FanHausKids

Aber in den Ferien gibt es auch Fahrten und Ausflüge, oder?

In den Ferien gibt es ein Programm. Wir fragen die Kinder vorher, worauf sie Lust haben. Das kann „Schwimmen gehen“ sein oder auch „Minigolf spielen“ oder andere Ausflüge. Man kennt die Kinder ja auch mit der Zeit und wir richten uns bei der Planung nach ihren Wünschen.

Wie sehr spielt der pädagogische Ansatz beim Projekt „Fan- HausKids“ eine Rolle?

Wir haben schon einmal mit einer Hochschule in Hamm zusammengearbeitet und kleine Workshops zum Thema „Rassismus“ gemacht. Die Kinder konnten Bilder malen und die Studenten haben ein bisschen was zum Thema erklärt. Das kam bei einigen auch gut an, aber man hat auch gemerkt, dass die Kids zum Schluss wieder raus wollten, Fußball spielen. Wir haben auch festgestellt, dass die Kinder in dem Alter mit Vorurteilen und Rassismus noch gar nicht viel anfangen können. Die spielen ganz ungezwungen miteinander – egal welche Nationalität.

Es gibt ein ganz besonderes Angebot bei Borussia-Heimspielen. Wie sieht das aus?

Bis eine halbe Stunde vor dem Heimspiel und ab eine halbe Stunde danach betreuen wir die Kinder im FanHausKids. Die können dann Fußball spielen, sich in den Containern aufhalten und die Eltern haben in der Zeit Ruhe zum Feiern. Da haben wir dann schon mal bis zu 40 Kinder auf dem Bolzplatz, und zwar nur Kinder bis 12 Jahre. Beim vorletzten Heimspiel der Saison waren 20 Engländer dabei aus Nottingham, ein paar Holländer sind auch immer da. Die Kinder organisieren dann Tuniere – ganz alleine, ohne Sprachbarrieren, ohne Probleme. Während des Spiels haben wir dann aber auch frei. Schließlich wollen wir ja alle das Spiel sehen – die Kids natürlich auch.

Info

Kontakt:
FanHausKids
Gladbacher Straße 511
41179 Mönchengladbach

www.facebook.com/FanHausKids
www.fanprojekt.de

FanHausKids ist dienstags, mittwochs und donnerstags von 15-19 Uhr, sowie an Heimspieltagen ab 4 Stunden vor Anpfiff geöffnet. Alle Kinder zwischen 6 und 12 Jahren sind herzlich willkommen. Einfach vorbeikommen und mitmachen!

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