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André Hahn dankt dem Trainer, auch wenn es mal weh tut. (Foto: SiWe)
André Hahn dankt dem Trainer, auch wenn es mal weh tut. (Foto: SiWe)

Mal angenommen...

Borussia könnte Großes erreichen in diesem Monat. Und wenn nicht, dann sollte sie die gute Stimmung beibehalten.

s könnte tatsächlich funktionieren, das Wunder ist möglich, sollte Borussia an Allerheiligen auch das Rückspiel in der Champions League gegen Celtic Glasgow gewinnen. Nein, die Rede ist nicht vom Überwintern in der Europa League, das mit einem zweiten Erfolg gegen die Schotten nahezu perfekt wäre. Aber, mit dann sechs Punkten auf der Habenseite könnte vielleicht der ganz große Coup gelingen.

Mal angenommen, Manchester City kommt am 23. November in den Borussia-Park und hat zuvor auch das zweite Spiel gegen Barcelona nicht gewonnen. Dann müssten die Borussen-Fans wie Mannschaft – das fürchterliche Hinspiel des VfL in England (0:4) für rund zwei Stunden mal vergessen, um mit einer ähnlichen Leistung, wie sie Borussia gegen Barcelona gezeigt hat, das genauso unmögliche Unterfangen erneut zu versuchen: einen Sieg eben gegen City! Gegen Barcelona reichte eine sensationelle erste Halbzeit nicht, das 1:2 mag schmerzlich zustande gekommen sein, am Ende waren die drei Punkte für die Spanier sicher nicht unverdient. Borussia wird auch gegen Manchester eine nicht alltägliche Leistung benötigen, 90 Minuten lang. Sie wird Glück brauchen und sie muss hoffen, dass die Gäste all das nicht zustande bringen.

Steht André Schubert vor einem zweiten großen Erfolg?

Aber sollte all das oben Beschriebene eintreffen, dann wäre der VfL im Falle eines Sieges gegen Manchester trotz des bevorstehenden Auswärtsspiels in Barcelona von City nicht mehr vom zweiten Platz in der Gruppe zu verdrängen; dann könnte André Schuberts Trainerkarriere mit dem Einzug in das Achtelfinale der Champions League einen zweiten großen Erfolg aufweisen, der auf die erfolgreiche Qualifikation für die Königsklasse direkt aufbaut. Kommt es anders, dann hoffen wir schon jetzt, dass Glasgow erstens nicht in Mönchengladbach gewonnen hat und es ihnen danach nicht anders gegen diese schier übermächtigen Gegner in der Vorrundengruppe ergeht.

Es ist trotz des bisweilen eher durchwachsenen Starts in die Bundesliga-Saison ein tolles Gefühl, dass man diese Gedanken überhaupt spinnen darf. Wie viele Jahre haben die meisten von uns auf Champions League-Spiele gewartet, wie lange ist es für die älteren unter uns her, dass Borussia derart im Rampenlicht stand? Dennoch muss auch die Frage erlaubt sein, warum es der Mannschaft immer noch an Konstanz fehlt? Dass der Spielerkader gut besetzt ist und etliche Ausfälle von Stammspielern verkraften kann, hat der 2:0-Sieg in Glasgow bewiesen. Dass die Mannschaft aber häufig ideenlos gegen vermeintlich leichtere Gegner auftritt, sich manchmal willenlos und tatenlos ihrem Schicksal ergibt wie beim 0:4 auf Schalke, ist

Patrik Herrmann (Foto: SiWe)
Patrik Herrmann (Foto: SiWe)

Automatismen und Notwendigkeiten

Im Fußball ist oft von Automatismen die Rede, eine eingespielte Mannschaft ist oft eine, die gut in Form ist. Selbstvertrauen spielt bei den meisten Akteuren eine entscheidende Rolle, Vertrauen des Trainers gehört auch dazu. Bei aller Notwendigkeit der Rotation – auch um manche Spieler in einem ausgeglichenen Kader bei Laune zu halten – könnten auch die ständigen Personalwechsel des Trainers eine Rolle für manch mäßige Auftritte speziell in der Bundesliga sein.

Klar, Borussia kann flexibel auf den Gegner reagieren, taktisch und personell, aber muss ein Thorgan Hazard in absoluter Bestform in jedem zweiten Spiel zunächst geschont werden? Muss ein Tony Jantschke nach einem blitzsauberen Saisonstart plötzlich in der Versenkung verschwinden? Kann ein Patrik Herrmann mit ein bisschen Spielpraxis ausgestattet nicht eine bessere Rolle spielen als ein Ibo Traoré, der nun wahrlich derzeit keine Bäume ausreißt? Fragen, die nur der Trainer beantworten kann, was er schließlich auch macht. Dass er es auch anders kann, zeigt beispielsweise die Personalie André Hahn. Stark geredet, immer wieder gebracht, Selbstvertrauen eingeimpft: der Schützling dankt es dem Trainer.

November stellt Weichen

Der November wird die Weichen stellen mit tollen Spielen im heimischen Stadion. Zunächst kommt Glasgow, dann der 1. FC Köln und dann Manchester. Ganz egal wie die Ergebnisse zuvor lauten, das werden besondere Spiele. Die Partie gegen Hoffenheim schließt den Monat mit dem dritten Heimspiel der Borussen innerhalb von einer Woche ab. Bis dahin wird es wieder andere Gewinner, aber auch Verlierer im VfL-Kader geben; solange die Stimmung nicht leidet, ist das okay. Aber das funktioniert auch nur, wenn die Borussia erfolgreich und engagiert spielt. Mindestens bitteschön in der Bundesliga und in der Champions League – und nur wenn es denn wirklich sein muss, was irgendwie doch am realistischen erscheint, auch in der Europa League!

Termine im November

  • Champions League Di. 1.11. 20:45 BORUSSIA - Celtic Glasgow
  • Bundesliga Fr. 4.11. 20:30 Herta BSC Berlin - BORUSSIA
  • Bundesliga Sa. 19.11. 20:45 BORUSSIA - 1. FC Köln
  • Champions League Mi. 23.11. 20:45 BORUSSIA - Manchester City
  • Bundesliga Sa. 26.11. 15:30 BORUSSIA - TSG Hoffenheim

Text: Ingo Rütten

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