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„Da wollen wir wieder hin!“ Deutet Raffael
„Da wollen wir wieder hin!“ Deutet Raffael

Resultate im April geben Ausschlag

Die Bundesligasaison geht in den Endspurt, Borussia liegt gut im Rennen, muss aber im April für Europa kräftig punkten.

Nein, der Blick zurück muss nicht für alles herhalten und ist auch an dieser Stelle schon häufig genug erwähnt worden. Und doch muss auch dieser Bericht über unsere Borussia mit einem Verweis auf die Vergangenheit beginnen, anders ist der latenten Unzufriedenheit, mit der einige der VfL-Fans in den Endspurt der Bundesliga gehen, nichts entgegenzusetzen. Dass sich André Schubert als Trainerneuling nach 26 Spieltagen auf dem vierten Tabellenplatz im Rechtfertigungsmodus befindet, spricht Bände. Und auch wenn wir nicht vergessen haben, wo Borussia vor der Ära von Trainer Lucien Favre rangierte, muss sich Schubert eingestehen, dass es in dieser Saison einfacher wäre, als es sich der VfL zu machen scheint.

Die Borussen und Trainer Schubert haben aber alle Trümpfe in der Hand, um im April den Grundstein für das Erreichen des Europapokals in der kommenden Saison zu legen. Besser gesagt, wird im April wohl eine Vorentscheidung fallen, auch wenn die Tabellenkonstellation es vermuten lässt, dass erst am letzten Spieltag – am 14. Mai – die Entscheidung über die internationalen Plätze fallen wird. Borussia spielt dann in Darmstadt, das letzte von einigen extrem unangenehmen Auswärtsspielen für den VfL, der ohnehin die Leichtigkeit auf den fremden Plätzen verloren zu haben scheint.

Aufsteiger hat schon im Hinspiel gezeigt, welch ein fieser Gegner er sein kann

In Ingolstadt wird es zuvor nicht einfacher, der Aufsteiger hat schon im Hinspiel gezeigt, welch ein fieser Gegner er sein kann. Hannover 96 könnte am 30. Spieltag schon um seine letzte Chance kämpfen; und Borussia hat die Niedersachsen in der jüngeren Vergangenheit schon einmal in der Liga gehalten. Da mag der 32. Spieltag mit der Partie beim FC Bayern München tatsächlich irgendwie die leichteste Aufgabe parat zu halten, zumal die Bayern ihrerseits mit den Borussen in den vergangenen Jahren so ihre Probleme hatten. Den Start in den vorentscheidenden Monat bildet das Heimspiel gegen Hertha BSC Berlin, die Überraschungsmannschaft der Saison, die einfach dort weit oben in der Tabelle nicht weg will.

Der VfL sollte dieses Spiel unbedingt gewinnen, will er zum zweiten Mal hintereinander in die Königsklasse einziehen und neben dem sportlichem Glanz auch das große Geld in der Champions League einnehmen. Borussia ist im Konzert der Großen hinter den Bayern und dem BVB aus Dortmund angekommen. Schalke und Leverkusen sind auf Augenhöhe, auch wenn die Verantwortlichen des VfL da immer wieder mauern und betonen, dass diese beiden Clubs einen deutlichen Vorsprung haben. Das mag stimmen, doch die Borussen brauchen sich nicht zu verstecken, selbst der offensichtlich auf Rosen gebettete VfL Wolfsburg ist im zweiten Jahr hintereinander keine Lichtjahre entfernt – ganz im Gegenteil. Und deswegen ist es ja so ärgerlich, dass Borussia völlig unnötig einige Punkte in der Rückrunde verschenkt hat. Die Gründe dafür scheinen bekannt, die Abwehr ist es, die Sorgen macht. Sie bekommt die offensive Ausrichtung des Trainers und die stetigen personellen Engpässe in dieser Spielzeit nicht in den Griff.

Zwei Partien gegen direkte Konkurrenten zuhause, zwei Siege, wertvolle Punkte?

Borussia ist sehr heimstark, das ist gut. Denn nach der Hertha kommen noch die wiedererstarkten Hoffenheimer in den Borussia-Park und Bayer Leverkusen, das mit dem VfL um dieselben Tabellenplätze wetteifert. Zwei Partien gegen direkte Konkurrenten zuhause, zwei Siege gegen Berlin und Leverkusen – das wären sechs enorm wertvolle Punkte für Europa! Das Restprogramm könnte insgesamt schwieriger sein, aber auf der anderen Seite ist der VfL in dieser Rückrunde nicht so gefestigt wie im letzten Jahr unter Favre, als dass die VfL-Fans allzu positive Hochrechnungen anstellen sollten. Eins aber ist sicher, Schubert sollte nicht den Fehler machen und die Worte von Sportdirektor Max Eberl zu ernst nehmen und sich am Ende über einen einstelligen Tabellenplatz freuen – sofern dieser jenseits des fünften oder sechsten Rang liegen sollte.

Denn trotz allen – ja, natürlich – Blicken zurück: das wäre dann doch eine herbe Enttäuschung. Der April bietet auch Gelegenheit, Tschüss zu sagen. Harvard Nordtveit verlässt den Verein und kassiert in der kommenden Saison in England ordentlich ab. In fünf Jahren beim VfL hat sich der Norweger immer in den Dienst der Mannschaft gestellt, ihm ist es zu gönnen, dass sein Vertrag im Jahr eins des wahnsinnigen TV-Vertrages auf der Insel und den dadurch möglichen Transfersummen und Gehältern ausläuft. Es steht zu vermuten, dass „Howie“ seinen Kollegen Granit Xhaka mitnimmt über den Kanal: Für den Schweizer aber kassiert der VfL seinerseits dann richtig ab – so dass Borussia ungeachtet einer Teilnahme am Europapokal oder möglicherweise sogar der Champions League auf Einkaufstour gehen kann, aber auch gehen muss. Auch hier könnten die Resultate im April bei dem einen oder anderen Gespräch den Ausschlag geben!

Termine im April

28. Spieltag So. 3.4. 15:30 Borussia – Hertha BSC
29. Spieltag Sa. 9.4. 15:30 FC Ingolstadt – Borussia
30. Spieltag Fr. 15.4. 20:30 Hannover 96 – Borussia
31. Spieltag So. 24.4. 15:30 Borussia – 1899 Hoffenheim
32. Spieltag Sa. 30.4. 15:30 Bayern München – Borussia

Text: Ingo Rütten,
Foto: Borussia/SIWE

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