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April 2017

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Buchtips
Buchtips, Foto: DE.123RF.COM/PROFILE_IKO

Jetzt wird`s gemütlich

Ofen an und Füße hoch! Hier kommen die Buchtipps für die kalte Jahreszeit von Leserinnen und Leser der Stadtbibliothek Mönchengladbach. Alle Bücher können in der Bibliothek ausgeliehen werden.

Hamed Abdel-Samad:
Mein Abschied vom Himmel Hamed

Abdel-Samad kam als Sohn eines ägyptischen Imams nach Deutschland. Seine Autobiografie „Mein Abschied vom Himmel“ gibt Einblicke in seine Erziehung und sein Familienleben in Ägypten, die zum Teil erschütternd sind. Eindrucksvoll werden die Belastungen geschildert, die beim Einleben in eine fremde Kultur auftreten. Der Autor hat in Deutschland Sprachen und Politik studiert und ist Mitglied der Deutschen Islam Konferenz.

- Empfohlen von Ulrike Brodersen (59) -

Haruki Murakami:
Von Männern, die keine Frauen haben.

Schade, den Literaturnobelpreis hat er auch dieses Jahr nicht bekommen, obwohl er einer der heißesten Anwärter war: Haruki Murakami, 1949 in Kyoto/Japan geboren, über längere Zeit in den USA und in Europa lebend, literarischer Brückenbauer zwischen Ost und West. Unversehens offenbaren sich in diesem Buch Seelenabgründe durch eine sich unmerklich aufbauende Spannung, die ins Unwirkliche - fast Surrealistische - mündet. So die vorletzte Erzählung: Samsa in Love. Der Ex-Käfer Gregor Samsa mutiert mühsam zum Menschen und begegnet einer buckeligen Frau, die ein Türschloss reparieren will, sehr kafkaesk! Behutsam und zart wie eine Tuschezeichnung schildert Murakami den Leidensweg verletzter Männer, seine meisterliche Sprache schafft die nötige Distanz. „Nur Männer, die keine Frauen haben, können verstehen, wie herzzerreißend, wie furchtbar traurig es ist, Männer zu sein, die keine Frauen haben. Den wunderbaren Westwind zu verlieren.“

- Empfohlen von Dorit Schaaf (73) -

Kerstin Gier:
Die Edelstein-Trilogie

Gwendolyn Shepherd glaubte alle 16 Jahre ihres Lebens daran, dem „normalen“ Teil der Familien anzugehören. Nicht einmal im Traum hätte Sie daran geglaubt, dass sie sich als Trägerin eines mysteriösen Zeitreise- Gens herausstellen könnte. Unterstützt von ihrer besten Freundin Leslie muss Gwendolyn es schaffen, Reisen in die Vergangenheit mit dem arroganten Gideon de Villiers zu überstehen. Dabei stoßen beide auf eine Jahrhunderte dauernde Intrige und versuchen sich während der Reisen nicht ineinander zu verlieben. Gier hat mit ihrer Edelstein-Trilogie eine unglaublich unterhaltsame Jugendbuchserie verfasst. Die Bücher sind mit tollem Humor geschrieben und enthalten zwar fantastische Elemente, diese kommen einem nach kurzer Zeit aber schon fast real vor.

- Empfohlen vonMarlene Groth (16) -

Tim Marshall:
Die Macht der Geographie

Wenn Sie sich fragen, warum Putin so besessen von der Krim ist, wie die USA zu der Weltmacht werden konnte, die sie heute ist, oder warum China mit großem Aufwand eine Eisenbahnlinie durch den Himalaya nach Tibet gebaut hat, sind Sie mit diesem Buch bestens bedient. „Die Macht der Geographie“ bietet einen hervorragenden Überblick über das Thema Geopolitik, das als komplex zu bezeichnen noch untertrieben wäre. Tim Marshall, geboren 1959, ist Politik-Redakteur bei Sky News, und anerkannter Experte für Außenpolitik. In zehn Kapiteln führt Marshall einmal rund um die Welt. Manchmal übertreibt er, manchmal vereinfacht er, aber im Großen und Ganzen hat er Recht: Die Geografie ist wichtig und wer sie so gut kennt wie Marshall, versteht die Welt besser. Nach der Lektüre dieses Buches nimmt man außenpolitische Berichte in den Medien anders wahr und kann die ein oder andere Entscheidung von Staatsträgern in einem anderen Licht sehen. Ein ganz und gar nicht langweiliges Buch mit frischem, freiem Blick auf die Weltpolitik und die Geschichte dahinter.

- Empfohlen von Gregor Cleophas (49) -

Das Prinzip Apfelbaum

Der Titel bezieht sich auf das Martin Luther zugeschriebene Zitat „Wenn ich wüsste, dass morgen die Welt unterginge, würde ich heute noch ein Apfelbäumchen pflanzen.“ Die Fotografin Bettina Flitner hat elf Persönlichkeiten aus Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Kultur eingeladen, sich mit der Frage auseinanderzusetzen: Was bleibt von mir, wenn ich nicht mehr bin? Im Bildband „Das Prinzip Apfelbaum“, herausgegeben von der Initiative „Mein Erbe tut Gutes“, lassen sich die Portraitierten im Gespräch mit großer Offenheit auf das Thema ein und regen damit sehr lebendig an, bewusst und konstruktiv mit der eigenen Endlichkeit umzugehen. „Sich als Teil dieser Welt zu begreifen, über sich hinauszudenken und Werte und Wissen weiterzugeben, gibt dem Leben Sinn.“

- Empfohlen von Sabine Pint (49) -

Matthias Thöns:
Patient ohne Verfügung

Das Geschäft mit dem Lebensende Matthias Thöns ist ein anerkannter Palliativmediziner, der Schwerstkranke und Sterbende ambulant betreut. Er berichtet in seinem aufrüttelnden Buch über viele Schicksale von Schwerkranken und Sterbenden, die in die medizinische Maschinerie in Kliniken geraten und die dort gegen alle ärztlichen Standesregeln übertherapiert und teilweise auch gequält werden. Das Buch ist eine bestürzende Beschreibung unseres Umgangs mit Krankheit sowie dem Lebensende und eine Aufforderung an uns alle, vorzusorgen, unseren Willen klar zu äußern und Widerstand gegen ärztliche Willkür zu leisten. Mich hat dieses Buch sehr berührt und es hat mich darin bestärkt, schon heute ärztlichen Ratschlägen gegenüber kritisch zu bleiben und für mein Lebensende entsprechende Verfügungen zu treffen. Unbedingt empfehlenswert!

- Empfohlen von Ingrid Lodenheid (65) -

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