Februar 2018

Aktuelle Ausgabe als PDF - Februar 2018
Aktuelle Ausgabe
PDF
Weitere Ausgaben
Archiv

Veranstaltungen

< Februar 2018 >
Mo Di Mi Do Fr Sa So
      1 2 3 4
5 6 7 8 9 10 11
12 13 14 15 16 17 18
19 20 21 22 23 24 25
26 27 28        
Foto: Sanna Lindström
Foto: Sanna Lindström

Sanna Lindström

Seit kurzem ist das im Februar 2017 gegründete junge Hochzeitskleid-Designlabel Sanna Lindström auch in Mönchengladbach ansässig. Das Hochzeitskleid für Moderatorin Motsi Mabuse und die TV-Serie Tüll & Tränen haben für mediale Aufmerksamkeit gesorgt und das Label in kurzer Zeit bekannt gemacht. Wir hatten die Gelegenheit ,mit den beiden Inhabern Sanna und Simon Gincberg in ihrem neuen Geschäft auf der Wallstraße über die Marke und den Standort Mönchengladbach zu sprechen.

Interview: Marc Thiele

Galerie auf der Wallstraße 7/ Foto: Marc Thiele
Galerie auf der Wallstraße 7/ Foto: Marc Thiele

Die Marke Sanna Lindström ist vielen Mönchengladbachern wahrscheinlich erst seit der Berichterstattung über Motsi Mabuse und Tüll & Tränen ein Begriff. Wieso nach Ratingen jetzt die Standortwahl Mönchengladbach?

Simon: Wir wohnen in Mönchengladbach und als wir uns kennengelernt haben, war die Frage: „Wohin ziehen wir, nach Deutschland oder in Sannas Heimat Schweden?“, und Sanna hat sich hier direkt so wohl gefühlt, dass wir uns für Mönchengladbach entschieden haben. Als wir dann diese Location hier auf der Wallstraße sahen, haben wir uns direkt verliebt. Außerdem haben wir so viele Freunde hier, dass die Entscheidung naheliegend war. Wir werden daher auch bald den Unternehmenssitz nach Mönchengladbach verlegen.

Das Besondere an der Standortwahl ist ja auch die Location selber. Für viele Mönchengladbacher ist die Oberstadt ja quasi schon ein „Friedhof“. Also warum gerade die Wallstraße?

Simon: Ich wohne hier und kenne Gladbach seit über 25 Jahren, habe die Wallstraße schon immer toll gefunden. Außerdem ist es so nah an der Hindenburgstraße und dennoch ein bisschen versteckt, kuschelig und eher dezent. Wir sind ja auch nicht von Laufkundschaft abhängig, sondern arbeiten mit Terminen. Außerdem wollten wir den Versuch wagen, der Oberstadt wieder einen neuen Impuls zu geben, sie ein bisschen zu beleben und anderen Firmen auch zu zeigen: „ Hey – traut euch. Wenn wir uns zusammen tun, kann man das hier auch wieder beliebter und belebter machen.“

Sanna: Und wir haben uns natürlich in dieses Haus verliebt. Es ist so charmant und es passt perfekt zu unserer Marke, die ja auch nicht in jedes Ladengeschäft passt. Als wir es gesehen haben, war uns klar, wir müssen uns jetzt trauen oder es wird schwer, hier ein zu uns passendes Objekt zu finden. Bevor wir nach Ratingen gegangen sind, haben wir natürlich auch in Mönchengladbach geguckt, denn es war schon immer unser Wunsch, hier etwas zu machen, aber wir haben nie etwas Passendes gefunden.

Geschäftsführer Simon und Sanna Gincberg/ Foto: Marc Thiele
Geschäftsführer Simon und Sanna Gincberg/ Foto: Marc Thiele

Der Hochzeitsmarkt ist hart umkämpft. Das Internet, lokale Mitbewerber. Meistens ist in solch einer Marktsituation die Nische der Weg. Ist Sanna Lindström eine Nischenmarke?

Simon: Eigentlich schon. Wir sind ja nicht wie andere Brautmodenläden, die ihre Ware auf Messen einkaufen. Wir verkaufen unsere eigenen Designs und bei uns kann man die Kleider mitentwerfen, was bei anderen Brautmodenläden nicht möglich ist.

Sanna: Viele Bräute wollen etwas ganz besonderes, nichts von der Stange. Dadurch, dass wir alle Kleider selber entwerfen, haben die Bräute bei uns die Möglichkeit, wirklich ihr eigenes Kleid zu bekommen. Das war auch für Motsi ausschlaggebend. Sie konnte mitsprechen, ihre eigenen Gedanken mit einfließen lassen. Mittlerweile bekommen wir immer mehr Anfragen, die in diese Richtung gehen. Wir sehen das Internet auch nicht als Konkurrent, denn eigentlich sind wir im Eventgeschäft. Wir glauben, dass dieser Moment der Anprobe, in dem sich die Braut das erste Mal in das Kleid hüllt, etwas Besonderes ist, das gewürdigt werden muss. Bei uns wird das durch alles gewürdigt. Durch den Service, das Ambiente – eine Anprobe dauert durchschnittlich anderthalb Stunden – es ist ein Event, ein Erlebnis. Nicht so wie im Internet, wo man einfach nur irgendein Kleid kauft. Unsere Kunden wollen diese Momente genießen, wollen sich dran erinnern und wir wollen ihnen einfach nur eine wundervolle Zeit bescheren. Deswegen haben wir auch Mitarbeiterinnen, die alle schon geheiratet haben, die wissen wie man sich fühlt, die empathisch sind und dieses besondere Gefühl auch vermitteln können.

Wie wet geht dieser Einfluss der Kundinnen? Können sie eigene Entwürfe machen und Sie machen daraus ein tolles Design?

Sanna: Ja, das kommt auch vor. Wenn eine Kundin mit eigenen Ideen und Vorstellungen kommt, dann besprechen wir in welche Richtung das gehen soll, ich skizziere es und so entsteht ein ganz individuelles Hochzeitskleid.

Wer ist denn die Zielgruppe von Sanna Lindström?

Sanna: Frauen, die heiraten wollen. Oft zwischen 25 und 35, aber auch Frauen, die älter sind und zum zweiten Mal heiraten. Unsere Kundinnen haben einen eher klassischen Geschmack. Sie wollen etwas Romantisches, viel Spitze, zeitloser eben. Und sie legen Wert auf Qualität.

Die neueröffnete Galerie Sanna Lindström auf der Wallstraße 7/ Foto: Marc Thiele
Die neueröffnete Galerie Sanna Lindström auf der Wallstraße 7/ Foto: Marc Thiele

Gibt es Kooperationen mit anderen Unternehmen aus Mönchengladbach?

Simon: Ja, wir arbeiten zum Beispiel eng mit DU4 zusammen. Wir gehen gemeinsam auf Messen, unterstützen uns gegenseitig. Wenn die Braut zu uns kommt, möchte man natürlich auch, dass der Anzug passend ist und wir werden dann eben oft gefragt, ob wir jemanden kennen und da können wir DU4 wärmstens empfehlen. Wir arbeiten aber generell gerne mit lokalen Unternehmen zusammen und versuchen uns da gegenseitig zu unterstützen. Beim Catering arbeiten wir zum Beispiel mit der Trattoria Stefano aus dem Quartier Kühlen oder mit der Mönchengladbacher Hochzeitssängerin Alexandra Behrens.

Ein wenig Gossip muss auch sein. Wie kam es eigentlich zur Zusammenarbeit mit Motsi Mabuse und Tüll & Tränen?

Sanna: Wir haben Motsi auf einer Party bei einer gemeinsamen Freundin kennengelernt und sie hat herausgefunden, dass ich Hochzeitskleider mache. Wir haben sie dann eingeladen, haben uns zusammen ein paar Kleider angeschaut, sie hat über ihre Wünsche gesprochen und wollte letzten Endes in einem Lindström-Kleid heiraten. :-)

Simon: Erst hatten wir Tüll & Tränen eigentlich gar nicht auf dem Schirm, bis immer mehr Kundinnen uns fragten, wieso wir da nicht mitmachen. Dann haben wir uns das angeschaut, ein Video gemacht für die Sendung, in dem wir Sanna vorstellen, in dem wir zeigen, wieso es sich lohnt, dass Sanna in die Sendung kommt und das fanden die wohl gut und jetzt sind wir sehr regelmäßig dabei. Das freut uns natürlich sehr. Viele sehen uns und die Marke wird bekannter.

Abschließend die Frage, wie Ihre Zukunftspläne aussehen. Für die Marke und hier am Standort.

Simon: Wir arbeiten daran, unser Angebot auszuweiten, z. B. auf Kleider für die Brautjungfern, vielleicht auch irgendwann Abendmode. Hier am Standort werden wir im Januar eine Hochzeitsmesse bei uns im Geschäft veranstalten, bei dem wir auch unsere Netzwerkpartner vorstellen.

Galerie Sanna Lindström
Wallstraße 7
41061 Mönchengladbach
Tel. 0176 34303955
www.sannalindstroem.de

Zurück

Diese Webseite verwendet Cookies. Weiterlesen …