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Foto: Praxis Dr. Dr. Lange Weyel
Foto: Praxis Dr. Dr. Lange Weyel

Bioverträglich und stabil - Keramikimplantate

Keramikimplantate bieten heute neben den bewährten und bekannten Titanimplantaten eine weitere Versorgungsmöglichkeit in der Implantologie. Sie sind sehr gut verträglich und belastbar. Selbst bei einem herzhaften Lachen versprechen Implantate aus Keramik ein natürliches Aussehen der Zähne. Unsere Redaktion informierte sich bei den zertifizierten Implantologen Dr. Dr. Ralf-Thomas Lange und Jörg Weyel. Wir möchten gerne von Ihnen wissen, wann und warum im Menge Haus Keramikimplantate gesetzt werden.

Eingeheiltes Keramikimplantat
Eingeheiltes Keramikimplantat

Redaktion: Wann empfehlen Sie einem Patienten Keramikimplantate?

Dr. Dr. Ralf-Thomas Lange: Bevor wir Ihre Frage beantworten, müssen wir etwas zu beiden System im Vorfeld sagen. Sowohl Keramik- wie auch Titanimplantate überzeugen aus gesundheitlicher und ästhetischer Sicht. Sie sorgen nach Zahnverlust für festsitzende, natürlich aussehende Zähne. Beide Materialien erlauben unseren Überweisern eine individuelle Gestaltung der Prothetik und harmonische Anpassung an die Restbezahnung.

Jörg Weyel: Implantatgetragene Zähne versprechen unabhängig vom verwendeten Implantatmaterial sichere Funktionalität. Nach aktuellem Stand der Wissenschaft sind Titan und Keramik biokompatibel und bilden nach der Einheilung eine sichere Verbindung mit dem Kieferknochen. Titan ist seit über 40 Jahren das am häufi gsten in der Implantologie verwendete Material. Relativ neu ist die Verwendung von Keramik.

Dr. Dr. Ralf-Thomas Lange: Bei den verwendeten Keramikimplantaten handelt es sich um Hochleistungskeramik, ein Material, welches sich schon in der Humanmedizin bei der Herstellung von künstlichen Hüft gelenken bewährt hat. Keramik zeichnet sich durch eine optimale Biokompatibilität, ausgezeichnete Gewebeverträglichkeit und biologische Neutralität aus.

Jörg Weyel: Ein Vorteil der Keramikimplantate aus ästhetischer Sicht ist deren helle Farbe. An Stellen mit dünnem Zahnfl eisch wie zum Beispiel im Frontzahnbereich oder im Falle eines späteren Zahnfl eischrückgangs ist dank der zahnfarbenen Implantate kein störender Titanschatten sichtbar.

Dr. Dr. Ralf-Thomas Lange: Die guten Farbeigenschaft en und Lichtdurchlässigkeit der Keramik, die so genannte Transluzenz, spielen bei den Aufbauten, also den Zähnen, eine wichtige Rolle. Die metallfreien Keramiken sind deshalb in weiten Bereichen der zahnärztlichen Prothetik zu einem bevorzugten Material geworden. Hier erzielen die Eigenschaft en der Keramik ihre optimale Wirkung, weil die weiße Farbe der natürlichen Zahnfarbe sehr nahe kommt.

Jörg Weyel: Wenn Patienten bereits Versorgungen mit Metallen wie Gold oder Amalgam im Mund haben, verhindern Keramikimplantate korrosive Reaktionen mit den Metallen. Es gibt keine Wechselwirkungen mit anderen Dentalwerkstoff en. Eine Sensibilisierung des Körpers durch Keramik und eventuelle Nebenwirkungen von Metallen sind ausgeschlossen.

Dr. Dr. Ralf-Thomas Lange: An diesem Punkt kommen wir zur Beantwortung Ihrer anfänglich gestellten Frage wann und warum wir Keramikimplantate empfehlen. Die erwähnte biologische Neutralität eines Keramikimplantats ist bei immunologisch vorbelasteten Menschen, die zu Unverträglichkeitsreaktionen und Allergien neigen, entscheidend. Eine Kombination aus Keramikimplantat und Vollkeramikkrone ermöglicht uns und den überweisenden Kollegen ein umfassendes, metallfreies Behandlungskonzept.

Jörg Weyel: Das Zahnfl eisch reagiert sehr gut auf Keramikimplantate, da sie weniger plaqueanfällig sind. Dank der optimalen Gewebeverträglichkeit verläuft die Zahnfl eischregeneration um das Implantat in der Regel sehr gut. Das Risiko für Zahnfl eischentzündungen oder einer gefürchteten Periimplantitis wird reduziert.

Dr. Dr. Ralf-Thomas Lange: Die Implantation von Keramikimplantaten erfolgt in unserer Praxis unter der bewährten Systematik und Operationstechnik wie bei Titanimplantaten. Wir entscheiden individuell unter Berücksichtigung aller Faktoren, welches Implantatmaterial für einen Patienten die optimale Versorgung darstellt. Ein funktional und ästhetisch überzeugendes Ergebnis versprechen Titan- und Keramikimplantate gleichermaßen.

Redaktion: Titan- oder Keramikimplantat, beide Materialien ermöglichen einen anspruchsvollen, belastbaren, funktionellen Zahnersatz mit ästhetischem Aussehen. Die Erfahrung zeigt: Für den Erfolg eines Implantates sind eine detaillierte Diagnostik, präzise chirurgische und prothetische Planung und letztendlich die Erfahrung des Behandlungsteams verantwortlich.

Herr Dr. Lange, Herr Weyel wir danken für das interessante Gespräch.

Praxis für
Mund - Kiefer - Gesichtschirurgie
Plastische - Ästhetische Operationen
Dr. Dr. Lange & Weyel
Fliethstr. 67
41061 MG
Tel. 02161 4666666
www.lange-weyel.de

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