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Priv.-Doz. Dr. med. Maurice Schallenberg und Dr. med. Lena Melnyk

Ein WECHSEL AUF AUGENHÖHE

Jetzt ist es soweit: Nach 15 wunderbaren, manchmal aufregenden Jahren in der Augenklinik Bethesda ziehe ich mich zurück und überlasse jüngeren Kollegen das „Feld“: Priv. Doz. Dr. Maurice Schallenberg und Dr. Lena Melnyk werden mit neuesten Behandlungsmethoden neue Schwerpunkte schaffen und dabei ganz sicher unseren Grundsatz „Wissen, Erfahrung, Beratung“ fortführen mit allem Engagement und zum Besten unserer Patienten, die diesem Team ihr Vertrauen schenken sollten!
Dr. Cordula Hörster

4 Fragen an
Priv.-Doz. Dr. med. Maurice Schallenberg

Sie haben die Leitung der Augenklinik Bethesda von Frau Dr. med. Cordula Hörster übernommen. Was wird sich für die Patienten ändern?
Für die Patienten wird sich grundsätzlich nicht viel ändern. Wir werden unsere Patienten weiterhin so kompetent und umfassend betreuen wie bisher. Ich werde natürlich eigene Impulse, die durch meine breite Ausbildung auch im hinteren Augenabschnitt begründet sind, einfließen lassen. Hier ist z.B. die Erweiterung des operativen Spektrums um den hinteren Augenabschnitt zu nennen Wir können dadurch eine heimatnahe Versorgung der Patienten mit Netzhauterkrankungen sicherstellen.

Fachlich erweitern Sie das Spektrum der Klinik um die Operationen des hinteren Augenabschnitts. Was kann sich der Laie darunter vorstellen?
Operationen im hinteren Augenabschnitt, also am Glaskörper und der Netzhaut, sind immer dann notwendig, wenn sich Erkrankungen an der Netzhaut zeigen, die das Sehen bedrohen. Epiretinale Gliosen sind zum Beispiel so eine Erkrankung. Hier wächst ein Häutchen zwischen der Netzhaut und dem davor liegenden Glaskörper. Dieses schrumpft mit der Zeit und legt die Netzhaut in Falten. Die Patienten nehmen nun gerade Linien wellig wahr. Weitere Erkrankungen sind das Makulaloch, bei dem ein Loch an der Stelle des schärfsten Sehens entsteht. Der Patient sieht die Stelle, die er gerade fixiert nicht mehr. Weitere Erkrankungen die eine Netzhautoperation notwendig machen, sind Glaskörperblutungen im Rahmen eines Diabetes oder Netzhautablösungen. Bei all diesen Erkrankungen muss eine Vitrektomie durchgeführt werden. Hierbei geht man über drei kleine Zugänge ins Auge ein, entfernt den Glaskörper und Führt die notwendigen therapeutischen Maßnahmen an der Netzhaut durch. Auf Grund der modernen minimalinvasiven nahtlosen Operationstechniken können die meisten Operationen inzwischen auch ambulant durchgeführt werden. Sollte dennoch eine stationäre Behandlung notwendig sein ist dies im Bethesda Krankenhaus möglich.

Ihr Spezialgebiet ist das „Glaukom“, das auch Ihr Habilitationsthema war. Was hat sich auf diesem Gebiet in den letzten Jahren bei der Früherkennung und Behandlung getan?
Mit den modernen bildgebenden Verfahren lassen sich die Schäden an der Netzhaut und dem Sehnerv, die das Glaukom verursacht, viel früher und präziser aufdecken. Bis sich erste Veränderungen im Gesichtsfeld zeigen, sind nämlich schon mehr als die Hälfte der Nervenzellen zugrunde gegangen. Hier bietet die Messung mit dem OCT eine präzise objektivierbare Messung der Nervenfaserdicke, die sowohl in der Diagnose als auch in der Verlaufskontrolle zum Einsatz kommt. Auch kleine Veränderungen können so aufgezeigt werden und früher therapeutisch begegnet werden um Schaden abzuwenden. In der Therapie gibt es inzwischen eine große Anzahl an zu Verfügung stehender Tropfen und Tropfkombinationen. Die meisten – zum Glück für die allergischen Patienten – auch ohne Konservierungsmittel. Auch chirurgisch haben sich die Therapiemöglichkeiten weiterentwickelt. So bietet die Kanaloplastk ein schonendes, den Abfluss des Kammerwassers verbesserndes, Verfahren. Welche chirurgische Maßnahme bei dem einzelnen Patienten indiziert ist, hängt von den individuellen Faktoren des Patienten ab, z. B. welcher Augendruck soll durch die Operation erreicht werden. Wir sind jedoch in der glücklichen Lage den Patienten das gesamte Spektrum der glaukomchrirurgischen Maßnahmen anbieten zu können.

Das Leitbild der Augenklinik Bethesda ist „Wissen, Erfahrung, Beratung“. Was ist Ihnen im Umgang mit den Patienten besonders wichtig?
Das Leitbild der Augenklinik Bethesda trifft es genau, wie ich meine Aufgabe als Arzt verstehe. Durch Wissen und Erfahrung den Patienten so zu beraten, dass er seine Erkrankung und die notwendige Therapie versteht. Der Patient soll, wenn er die Praxis verlässt, seine Erkrankung verstanden haben und sich umfassend aufgeklärt fühlen.

 

4 Fragen an
Dr. med. Lena Melynk

Was war ausschlaggebend für Ihre Wahl, Teil des Teams der Augenklinik Bethesda zu werden?
Bei meiner Entscheidung für die Augenklinik Bethesda spielten der gute Ruf der Klinik und meine Begeisterung für das Operieren eine Rolle, dann traf ich auf ein kompetentes Team, in dem eine gute Stimmung herrschte. Außerdem wollte ich von den Erfahrungen von Herrn und Frau Dr. Hörster lernen.

Sie sind im Bereich der Chirurgie unter anderem für die Korrektur von Sehfehlern durch „refraktive Linsen“ zuständig. Was ist das genau?
Bei den Einsetzen „refraktiver Linsen“ kann man neben der Entfernung des Grauen Stars bei vielen Patienten vorhandene Sehfehler wie z. B. Hornhautverkrümmung korrigieren, manchmal – mit so genannten multifokalen Linsen – auch bei bestimmten Voraussetzungen das Sehen für die Ferne und Nähe ermöglichen, so dass das Tragen einer Brille nicht mehr nötig ist.

Zu Ihren Fachgebieten gehören außerdem Lidoperationen. Wann können diese notwendig sein?
Lidoperationen sind vor allem bei Fehlstellungen der Lider erforderlich, zum Beispiel Ein- oder Auswärtsdrehung der Lidränder, die auf die Dauer nicht nur kosmetisch stören, sondern vor allem das Auge selbst schädigen. Bei der „Ptosis“ ist eine komplette Lidöffnung nicht möglich, wenn die Pupille bedeckt ist, kann das Auge nicht mehr sehen. Nach der Entfernung von Tumoren – häufig sog. weißer Hautkrebs (Basaliom) – kann anschließend eine plastische Wiederherstellung erforderlich sein.

Auch an Sie die Frage: Was ist Ihnen im Umgang mit den Patienten besonders wichtig?
Ich möchte bei einer umfassenden Augenuntersuchung den ganzen Patienten sehen, auch eventuell den Zusammenhang mit anderen Erkrankungen, seine individuellen Lebensumstände, um ihn kompetent beraten zu können. Das setzt einen menschlichen Kontakt voraus, den ich immer anstrebe.

 

Johanniter GmbH
Ev. Krankenhaus Bethesda
Dr. Cordula Hörster
Dr. Bernd Hörster
PD Dr. Maurice Schallenberg
Dr. Lena Melnyk

Ludwig-Weber-Straße 15b
41061 Mönchengladbach
Tel. 02161 . 85200
www.augenklinik-bethesda.de

 

FOTOS: MARC THIELE

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