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Schaubild / Figuren: Ochel und Scholtz, Bemalung und Modell: J. Linnebank / Foto: Anna Helm/Marktimpuls, Altes Zeughaus
Schaubild / Figuren: Ochel und Scholtz, Bemalung und Modell: J. Linnebank / Foto: Anna Helm/Marktimpuls, Altes Zeughaus

Stadtgeschichte im Alten Zeughaus

In Gedenken an Franz Köster (†)

Gladbachs Geschichte in Zinnfiguren – Teil 4
Der große Abteigarten 1769-1772

Schaubild / Figuren: Ochel und Scholtz, Bemalung und Modell: J. Linnebank
Schaubild / Figuren: Ochel und Scholtz, Bemalung und Modell: J. Linnebank / Foto: Anna Helm/Marktimpuls, Altes Zeughaus

Seit Gründung der Abtei hatte die Zahl der Mönche, die als Priester zum Kloster gehörten, nie mehr als 24 betragen. Sie entstammten im Mittelalter meist dem Adel. Als mit Beginn der Neuzeit im Jahre 1510 nicht ohne Drängen des Landesherren unter Abt Ägidius von Bocholtz die Bursfelder Reform vom Konvent angenommen war, traten nach und nach auch Bürgerliche in das Kloster ein. Die Zahl der Klosterinsassen wuchs so, dass in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts 47 Mönche zum Kloster gehörten. Abt Ambrosius Specht, der die Münsterkirche ausschmücken und die Abteigebäude verschönern ließ, kaufte den ostwärts der Abtei gelegenen „Haag“ und bezog dieses Gelände mit Einwilligung der Stadt in die Befestigung ein. Das Gelände wurde als Garten gestaltet, um den Mönchen einen Erholungsfreiraum zu schaffen. Denn außer den Gebäuden und kleinen Höfen stand dem Konvent nur eine kleine Freifläche am Abhang des Münsterberges zur Verfügung.

Schaubild / Figuren: Ochel und Scholtz, Bemalung und Modell: J. Linnebank
Schaubild / Figuren: Ochel und Scholtz, Bemalung und Modell: J. Linnebank / Foto: Anna Helm/Marktimpuls, Altes Zeughaus

Wie dieser Garten gestaltet wurde, darüber gibt es weder Beschreibungen noch Abbildungen. Lediglich ein Grundriss des Geometers Wilhelm Goldammer aus Krefeld vom Jahre 1819 gibt mit eingezeichneten Terrassen und Wegen eine annähernde Vorstellung von der spätbarocken Anlage. Sie erstreckte sich vom Bleichplatz am Gladbach bis zum Verlauf der heutigen Krichelstraße und hatte die alte Stadtmauer im Westen und die neue im Osten zur Grenze. Nach dieser Unterlage wurde das Schaubild mit gebotener Zurückhaltung frei gestaltet. Die Südmauer ist erniedrigt und die schmale Toranlage weggelassen, um dem Beschauer einen besseren Einblick zu ermöglichen. Eine Szene dieser Plünderung wird im Schaubild dargestellt. Der Blick ist auf das Tor am Markt aus der Richtung von Viersen her gerichtet.

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