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Sascha Wortmann / Foto: Wortmann Finanzen & Beratung
Sascha Wortmann / Foto: Wortmann Finanzen & Beratung

Das Ende des Bausparvertrages – wohin mit dem Geld?

Bausparkassen dürfen einseitig gut verzinste Bausparverträge unter gewissen Bedingungen kündigen. Für viele Sparer ist dies ein harter Schlag. Sie brauchen neue Lösungen, rät Sascha Wortmann, Inhaber von Wortmann Finanzen & Beratung aus Mönchengladbach.

Früher war alles einfacher. Zumindest in der Geldanlage. Es gab gute Zinsen auf dem Sparbuch, Bundesanleihen waren eine sichere Bank, und wer regelmäßig sparen und dazu auch noch die Aussicht auf einen vergünstigten Immobilienkredit haben wollte, schloss einen Bausparvertrag ab. „Das war in der Vergangenheit eine durchaus attraktive Angelegenheit. Schließlich gab es einmal vier und mehr Prozent Zinsen pro Jahr auf viele Verträge. Und so haben viele Menschen den Bausparvertrag dafür genutzt, einfach Geld über monatliche Einzahlungen anzusparen. Ob sie dann später die Finanzierungsmöglichkeiten genutzt haben oder nicht“, sagt Sascha Wortmann, Inhaber von Wortmann Finanzen & Beratung aus Mönchengladbach, der seit mehr als 20 Jahren seine Kunden bei allen Fragen rund um Vermögensaufbau und Absicherung begleitet.

„Doch damit ist es jetzt vorbei. Der Bundesgerichtshof hat entschieden, dass Bausparkassen Hochzinsverträge – und als solche müssen in der aktuellen Niedrigzinsphase Papiere mit beispielsweise vier Prozent Jahresertrag durchaus gelten – einseitig kündigen dürfen. Das hat auch damit zu tun, dass die Institute aufgrund ihrer eigenen fehlenden Zinserträge die Verpflichtungen aus den Verträgen gar nicht mehr bedienen können“, erläutert der Berater. Einen zuteilungsreifen Vertrag über mehr als zehn Jahre als reine Sparanlage laufen zu lassen, widerspreche dem Sinn und Zweck des Bausparens, entschieden die Richter. Damit seien Bausparverträge in der Regel zehn Jahre nach Zuteilung kündbar.

Sascha Wortmann weiß: „Für viele Sparer ist dies ein harter Schlag. Sie haben auch weiterhin mit einem rentierlichen Bausparvertrag geplant, der gleichzeitig eine hohe Sicherheit mit sich gebracht hat. Durch eine regelmäßige Sparrate konnten sie den Vermögensaufbau kalkulieren und auf ein Ziel hinarbeiten.“ Diese Anleger bräuchten jetzt ein neues Instrument, das ähnliche Rendite bei einem überschaubaren Risiko bringe – aber gleichzeitig wesentlich flexibler sei und individuelle Möglichkeiten zur Einzahlung und auch Entnahme biete. „Und im besten Falle funktioniert dies, ohne dass Anleger gleich wieder einen herkömmlichen Produktvertrag abschließen. Diese kosten zum Teil hohe Abschlussprovisionen und laufende Gebühren, schaffen aber keinen wirklichen Mehrwert.“ Professionelle, erfahrene Berater könnten sich auf die Bedürfnisse der Kunden einstellen und ihnen individuelle Lösungen empfehlen, betont Sascha Wortmann.

Ebenso rät er davon ab, das ausgezahlte Vermögen einfach auf dem Sparbuch liegen zu lassen. „Ich höre immer wieder, dass die Kapitalmärkte so schwankend seien, da sei das Geld auf dem Sparbuch besser aufgehoben. Es gibt aber keinen besseren Weg, Vermögen zu vernichten als auf diese Weise. Je nach Entwicklung der Inflation – aktuell liegen wir bei zwei Prozent – kann das Bunkern des Geldes auf dem Sparbuch den Wert nach zehn Jahren ohne weiteres um bis zu 25 Prozent oder mehr reduzieren. Die Summe bleibt die gleiche, aber die Kaufkraft sinkt und sinkt.“

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