Magazin-Rubriken

Dezember 2017

Aktuelle Ausgabe als PDF - Dezember 2017
Aktuelle Ausgabe
PDF
Weitere Ausgaben
Archiv

Veranstaltungen

< Dezember 2017 >
Mo Di Mi Do Fr Sa So
        1 2 3
4 5 6 7 8 9 10
11 12 13 14 15 16 17
18 19 20 21 22 23 24
25 26 27 28 29 30 31
Die Steuerberater Andreas Bartkowski, Hubert Schnitzler, Joachim Köllmann und Frank Kirsten (v.l.) führen die mittelständische Steuerberatungskanzlei Schnitzler & Partner aus Mönchengladbach. / Foto: Schnitzler & Partner
Die Steuerberater Andreas Bartkowski, Hubert Schnitzler, Joachim Köllmann und Frank Kirsten (v.l.) führen die mittelständische Steuerberatungskanzlei Schnitzler & Partner aus Mönchengladbach. / Foto: Schnitzler & Partner

Erbschaftsteuer: Steuerliche Optimierung nur vor dem Erbfall möglich

Die Steuerberaterkanzlei Schnitzler & Partner aus Mönchengladbach betont, dass es bei einer unsauberen Planung zu „Steuerbomben“ im Erbfall kommen kann. Eine frühzeitige Gestaltung steht deshalb im Fokus.

Es ist eine gewaltige Zahl: 3,1 Billionen Euro werden in den nächsten zehn Jahren in Deutschland vererbt. Und jede fünfte Erbschaft in Deutschland hat einen Wert von mehr als einer Viertelmillion Euro, zeigt eine aktuelle Studie. Darin ist Betriebsvermögen – also Anteile an Unternehmen etc. – noch gar nicht eingerechnet. „Auf Deutschland rollt also eine echte Erbschaftswelle zu, wenn so viel Vermögen übertragen wird. Aber es ist auch ein großes Thema in der steuerlichen und strategischen Gestaltung. Denn wenn der Erbfall einmal eingetreten ist, stehen kaum noch Optionen zur Optimierung offen“, warnt Andreas Bartkowski, Steuerberater und Partner der mittelständischen Steuerberatungskanzlei Schnitzler & Partner aus Mönchengladbach. Die Kanzlei hat sich auf die umfassende Beratung von gewerblichen Mandanten bei allen steuerlichen und betriebswirtschaftlichen Fragen spezialisiert und ist seit mehr als 60 Jahren aktiv.

Er und seine Kanzleikollegen stehen immer wieder vor der Situation, dass Vermögenserwerber tatsächlich erst das Thema der Besteuerung in den Blick nehmen, wenn der Erbfall bereits eingetreten ist. Aber dann ist es natürlich viel zu spät, betont Frank Kirsten, ebenfalls Steuerberater und Partner der Sozietät. „Wir können kaum noch steuerschonende Maßnahmen ergreifen, wenn der Erwerb stattgefunden hat. Dann ist die Vermögensübertragung abgeschlossen, wodurch die reguläre Steuer auf das Erbe erhoben wird.“

Natürlich ist es wichtig, in einem ersten Schritt die Freigrenzen auszunutzen. Der Ehegatte kann 500.000 Euro steuerfrei erhalten, Kinder 400.000 Euro, Enkelkinder 200.000 Euro, Eltern und Großeltern 100.000 Euro. Alle übrigens Erben der Erbschaftsteuerklasse 2 und 3 kommen in den Genuss eines Freibetrags von 20.000 Euro. „Wer absehen kann, dass der Vermögenserwerb durch das Erbe über die gesetzlichen Freigrenzen hinausgeht, sollte frühzeitig die richtigen Schritte ergreifen. Vor allem sollte kein Erbe vergessen, dass die Freigrenzen bei einem Erwerb von liquidem Vermögen und Immobilien schnell überschritten werden können“, betont Joachim Köllmann, ebenfalls Steuerberater und Partner der renommierten Mönchengladbacher Kanzlei. Gerade in der heutigen Zeit bei steigenden Werten von Wohn-­‐ und Geschäftsimmobilien und Grundstücken kämen schnell hohe Bewertungsgrundlagen zustande, sodass eine Erbschaft „richtig teuer“ werden kann, wie Joachim Köllmann ausführt.

„Die Erbschaftsteuer wird nach der Erbschaftsklasse berechnet. Ehegatte und Kinder als die typischen Erben fallen unter die Erbschaftsklasse 1 und zahlen damit zwischen sieben und 30 Prozent Steuer auf den Erwerb, je nach Größenordnung. Bei einer Erbschaft zwischen 600.000 und sechs Millionen Euro beispielsweise werden 15 Prozent Steuer fällig“, macht Andreas Bartkowski deutlich. Der Steuerberater rechnet vor: „Nehmen wir an, eine Immobilie ist 1,2 Millionen Euro wert und wird an ein Einzelkind vererbt. Abzüglich der Freigrenze verbleibt ein zu versteuernder Erwerb von 800.000 Euro, woraus eine Steuerlast von knapp 230.000 Euro resultiert. Diese müssen dann irgendwie gezahlt werden, was natürlich auch im Verkauf der Immobilie resultieren kann.“

Frank Kirsten weist deshalb darauf hin, dass eine frühzeitige Gestaltung das A und O ist, um „Steuerbomben“ zu vermeiden. „Eine Möglichkeit sind lebzeitige Schenkungen unter Einbezug der Freigrenzen. Dann lassen sich größere Vermögen unter Umständen so verteilen, dass im Erbfall keine Steuern fällig werden.“

Zurück

Diese Webseite verwendet Cookies. Weiterlesen …