14.04.2022
Aktuelles

Ausstellung „Exlibris-Kunst der Ukraine“ eröffnet

Der ungerechtfertigte Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine am 24.Februar 2022 stellt nicht nur eine Zäsur in der Nachkriegsgeschichte Europas dar. Er ist Grundlage für umfangreiches und unvorstellbares, vor allem über die ukrainische Zivilbevölkerung, hereinbrechendes Leid. Einst als sicher erachtete Lebensgrundlagen von Millionen von Menschen wurden über Nacht mit dem Einmarsch russischer Truppen in ihr Nachbarland zerstört.

Doch trotz des alltäglich über die Bildschirme der Republik flackernden Leids ist die Ukraine weit mehr als ein Land im Würgegriff eines Diktators. Die Ukraine ist ein Land im Herzen Europas, dessen Tradition, Kultur und Geschichte vielschichtig und bemerkenswert ist. "Die aktuelle Ausstellung über die "Exlibris-Kunst der Ukraine" hat es sich zur Aufgabe gemacht, diesen, wenn auch kleinen Teil der ukrainischen Identität und Kultur erlebbar zu machen", sagt die Beigeordnete Christiane Schüßler bei der Eröffnung der Ausstellung.

Dabei konnte das Internationale-Exlibris-Zentrum Mönchengladbach auf einen Fundus von etwa 3.000 Graphiken von ukrainischen Künstlerinnen und Künstlern zurückgreifen, die Teil einer der größten Exlibris-Sammlungen Europas sind und in den Räumlichkeiten des Magazins der Stadtbibliothek lagern. 80 dieser Graphiken sind in der Ausstellung "Exlibris-Kunst der Ukraine" nun zu sehen. Diese zeigt neben kulturell in der Ukraine verhafteten Bilderwelten, wie die der Kosaken oder diejenigen mit Abbildungen des ukrainischen Nationaldichters Taras Schewtschenko, eine Fülle von Themen aus der internationalen Kulturgeschichte, beginnend mit Adam und Eva über Troja bis hin zu Don Quichote.

"Die Ausstellung ist bis zum 27. Mai hier im Magazin zu sehen", berichtet der Fachbereichsleiter Stadtbibliothek und Archiv Guido Weyer. "Sie ist dabei auch leicht transportabel. Wir würden uns daher freuen, wenn die Ausstellung auch außerhalb Mönchengladbachs Anklang findet und dann an andere Stelle noch einmal präsentiert werden würde."

Bis dahin ist eine Besichtigung im Magazin (Krefelder Str. 423) kostenlos und nach telefonischer Voranmeldung unter 02161/ 29 567 21 möglich.