Die Außenfassade des Theaters in Rheydt mit einem kunstvollen Motiv bestrahlt Die Außenfassade des Theaters in Rheydt mit einem kunstvollen Motiv bestrahlt
Foto: © Jana Bauch
„Liquid Shadows“ als interaktives Erlebnis
09.09.2022
Aktuelles

Die Pulsive

Größtes Event der freien Kulturszene verwandelte Rheydter City in Kulturspot

Über 20 besondere Orte der Rheydter Innenstadt wurden am vergangenen Samstag zu Aktionspunkten der Kulturnacht, die in diesem Jahr erstmalig unter dem neuen Namen "die Pulsive" stattfand. Zu den exklusiv für die Pulsive entwickelten Veranstaltungen erhielten die Besucher*innen über den gesamten Abend mit nur einem Einlassbändchen unbegrenzten Zutritt.

Das künstlerische Angebot war mit etwa 130 Einzelveranstaltungen nicht nur groß, sondern auch besonders vielfältig aufgestellt, sodass für alle etwas dabei war: Die rund 300 Akteur*innen der lokalen freien Kulturszene boten von Konzerten und Ausstellungen Bildender Kunst über Gaming, Lesungen bis hin zu Tanz und Performance ein Kulturprogramm in diversen Sparten an.

Anlässlich der Pulsive machten sich ab dem frühen Abend rund 1400 Menschen auf den Weg nach Rheydt um das größte Event der freien Kulturszene zu erleben. Die rege Beteiligung an Mitmachangeboten ließ Besucher*innen an vielen Aktionspunkten selbst zu Akteur*innen werden, indem sie die Pulsive künstlerisch mitgestalteten. Viele der Akteur*innen nutzten die kurzen Wege in der Rheydter Innenstadt und wurden im Laufe des Abends wiederum selbst zu Besucher*innen. "Das neue Konzept mit Fokus auf einen Stadtteil ging auf, selbst in gemächlichem Tempo konnte man Programm an einem Großteil der unterschiedlichen Aktionspunkte an einem Abend genießen", so Agnes Jaraczewski, Leiterin des Kulturbüros, die die freie Szene in den vergangenen Monaten eng bei der Neuausrichtung der Kulturnacht begleitete.

Der Puls der Kulturnacht war deutlich zu spüren und veranlasste dazu, sich sowohl ruhigen als auch herausfordernden Schauplätzen hinzugeben: Viele nahmen sich so bewusst Zeit in der Kommunikationskapsel auf dem Rheydter Marktplatz neu gewonnene Eindrücke in eine partizipative Audio-Installation einfließen zu lassen oder genossen die entspannte Atmosphäre im Innenhof der VHS und Musikschule bei einem bunten musikalischen, performativen und literarischen Programm. Auch nutzten viele Besucher*innen die einmalige Gelegenheit zur Erkundung des ehemaligen Karstadtgebäudes im Zentrum von Rheydt, das mit einer beachtlichen Anzahl an Ausstellungen, Installationen, Soundcollagen und Performances zahlreicher Akteur*innen beeindruckte.

Passant*innen wie auch Besucher*innen lauschten auf öffentlichen Plätzen dem kostenlosen Programm auf der mobilen Fahrradbühne oder fanden sich in Stadtführungen zusammen, die mal künstlerische, mal informative Perspektivwechsel auf den Stadtteil boten. Die Aftershowparty in der Theaterbar mit der großflächigen Live-Projektion auf der Außenfassade bildete gleichermaßen den krönenden Abschluss der spektakulären Übernahme des Theaters durch die freie Szene als auch der diesjährigen Pulsive.

Bis die Folgeveranstaltung 2024 ansteht, macht sich die freie Szene weiter auf den Weg: Die Impulse der Veranstaltung wurden aufgenommen, das Geschehene werden Veranstalter*innen wie auch Akteur*innen bis dahin Revue passieren lassen. Anknüpfend an die Erfahrungen wird die freie Kulturszene einen Ausblick für zukünftige gemeinschaftliche Aktionen in der Stadt schaffen.

Wer am Samstag nicht dabei sein konnte oder nochmal in Erinnerungen schwelgen möchte, wird in den kommenden Tagen auf der Website unter www.diepulsive.de und in den Sozialen Medien eine Rückschau auf das Event finden.

Die Pulsive wird initiiert und realisiert vom Kulturbüro der Stadt Mönchengladbach mit freundlicher Unterstützung von der NEW mobil und aktiv, der Stadtsparkasse Mönchengladbach und der MGMG. Das kostenlose Programm im öffentlichen Raum wird ermöglicht durch die Förderung des Ministeriums für Kultur und Wissenschaft im Rahmen der PerformAktiv-Förderung des NRWKS.