Schauspieler:innen stehen auf einer Theaterbühne. Schauspieler:innen stehen auf einer Theaterbühne.
Foto: © Matthias Stutte
14.09.2021
Aktuelles

Schillers „Wilhelm Tell“ wird vorgestellt

Bei einer Matinee am 19. September im Theater Mönchengladbach gibt es Einblicke in die Inszenierung.

Mönchengladbach. Schillers Utopie einer gelungenen Revolution erzählt die Geschichte des Aufstandes der Schweizer Bergbauern gegen den Mensch und Natur ausbeutenden Landvogt Gessler (Michael Grosse). Während sich die Bauern gegen den zynisch brutalen Stellvertreter der Habsburger Weltmacht solidarisieren, beteiligt sich der Eigenbrötler Wilhelm Tell (Paul Steinbach) nicht am Rütlischwur, der den zunächst geheimen Widerstand der Aufständischen besiegelt. Erst als Gessler ihn zum Apfelschuss nötigt, wird Tell aktiv und tötet den Tyrannen. Damit wird er Teil des Freiheitskampfes der Schweizer Eidgenossen und von ihnen für ihre zugleich revolutionäre wie wertkonservative Freiheitsbewegung vereinnahmt. Wilhelm Tell wird zum Volkshelden.

Schillers „Wilhelm Tell“ ist ein Stück über politischen Widerstand, Zivilcourage und die Verteidigung von ökologischen und freiheitlichen Werten. Die Bearbeitung des Textes von Matthias Gehrt und Thomas Blockhaus reduziert die Handlung auf die Geschichte des Aufstandes und die zunächst parallel verlaufende Geschichte Wilhelm Tells. Durch behutsame textliche Hinzufügungen und eine an heutigen Themen orientierte Inszenierung entsteht eine hochaktuelle Lesart des klassischen Stoffes.

Bei einer Matinee am Sonntag, den 19. September um 11.15 Uhr in der Theaterbar stellen Dramaturg Thomas Blockhaus, Regisseur Matthias Gehrt und Schauspieler Paul Steinbach (Wilhelm Tell) die Inszenierung näher vor. Premiere ist am 1. Oktober um 19.30 Uhr.

Tickets sind erhältlich unter 02166/6151-100 und auf www.theater-kr-mg.de.