Drei Fotos, links sieht man den Eingangsbereich des Kletterparks, dort stehen viele Leute, auf dem mittleren sieht man Anke Molitor; auf dem rechten ist eine Seilbrücke im Parcour Drei Fotos, links sieht man den Eingangsbereich des Kletterparks, dort stehen viele Leute, auf dem mittleren sieht man Anke Molitor; auf dem rechten ist eine Seilbrücke im Parcour
Foto: © BilderMachenLeute.de
Links: Der Startpunkt ins Abenteuer; Mitte: Anke; Rechts: Eine Seilbrücke im Parcour
01.09.2021
Freizeit

Ankes (R)Auszeit - Kletterwald Niederrhein

HINDENBURGER auf Tour

Redaktion: Anke Molitor

Hallo zusammen, ich bin Anke, 41 Jahre alt und Mitglied des HINDENBURGER Teams. Familie und Freunde sagen mir liebevoll nach ich hätte „Hummeln im Hintern“. Hier darf ich diese rauslassen und hoffe, dass ich Sie dazu inspirieren kann mal etwas Neues auszuprobieren. Getreu dem Motto: Unsere Heimat hat vieles zu bieten und es gibt immer etwas zu entdecken.

Schon als wir am Parkplatz des Kletterwaldes Niederrhein, der sich direkt neben der Jugendherberge in Nettetal Hinsbeck befindet, aus dem Auto steigen, kommt ein kleines Gefühl von Urlaub auf. Alles grünt und blüht um uns herum, Vogelgezwitscher und Kinderlachen erfüllt die Luft. Die Sonne bricht durch die Blätter der Baumkronen, es ist einer der wenigen warmen Tage dieses Sommers, aber nicht zu heiß – perfektes Kletterwetter!

Mit einem leicht aufgeregten Gefühl, aber voller Vorfreude, treten meine Tochter Isabelle, unser Fotograf Philipp und ich den Weg zum Anmeldehäuschen an. Dort werden wir sehr herzlich und freundlich von Martin empfangen, der uns die ersten Informationen gibt. Alle 15 Minuten findet im Kletterwald eine Sicherheitseinweisung für die Neuankömmlinge statt. Ohne die geht gar nichts, denn die Sicherheit ist das Wichtigste beim Klettern. An der Einweisungsplattform angekommen, liegen dort schon unsere Klettergurte bereit. Damit geht es auch los: Lisa erklärt uns, wie wir die Gurte an uns befestigen müssen und was es mit dem Karabinerhaken und der Laufrolle auf sich hat. Nach dem Anziehen der Gurte wird professionell kontrolliert, ob auch alles richtig sitzt. Dann geht es in den Übungsparcours. Erst wenn man diesen erfolgreich hinter sich gebracht hat, hat man das Go zum „richtigen“ Klettern. An dieser Stelle ein großes Lob an Lisa, die es geschafft hat trockene Sicherheitsregeln mit Nachdruck, aber trotzdem interessant und einprägsam zu vermitteln.

Im Kletterwald gibt es 8 verschiedene Kletterrouten mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden von grün, leicht, bis schwarz, schwer. Alle Routen starten auf dem Dach des Empfangshäuschens. An einem Pfahl sind bunte Klettergriffe angebracht. Sind Kinder dabei, so entscheidet die Greifhöhe, welche Routen geklettert werden dürfen. Das ist wichtig, da bei den schwierigeren Routen die Greifabstände oft höher oder weiter weg sind. Isabelle, mit ihren neun Jahren recht groß für ihr Alter, berührt mit den Fingerspitzen blau und ist mächtig stolz, dass sie einen Schwierigkeitsgrad mehr klettern darf als das „Leichte“ grün.

Trotzdem wird mit dem grünen Piraten-Parcours gestartet. Erst den Karabiner einhaken, dann die Rolle auflegen und los geht´s! Auch der Grüne hat es schon in sich: über Baumstämme balancieren, durch Tunnel klettern, auf einer Schatzkiste sitzend eine Strecke passieren oder Seilbahn fahren und das alles in luftiger Höhe! Sehr aufregend, aber unglaublich toll! Sowohl die Kleinen als auch die Großen sind hellauf begeistert und wollen sofort mehr, nachdem der Piraten-Parcours gemeistert ist.

Also gibt es mehr: die nächste Route, die von uns bezwungen werden will, ist blau eingefärbt und nennt sich Seilbahn. Wie der Name schon sagt, wird hierbei das Hauptaugenmerk auf Seilbahnstrecken gelegt, die mit Kletterstrecken abwechselnd unseren Highlight Parcours des Tages ausmachen. Seilbahnfahren zwischen den Baumwipfeln fühlt sich ein bisschen an wie Fliegen!

Nach zwei Kletterstrecken stellt sich die Frage: Eispause oder nochmal Klettern? Das meine Tochter diese Frage ohne zu zögern mit: „Nochmal klettern!“ beantwortet, spricht definitiv für das Erlebnis Kletterwald Niederrhein!

Wieder am Startpunkt der Routen angekommen, entscheiden wir uns für den Trimm-Dich-Parcours, wieder eine blaue Route. Ich muss sagen, dass diese Route mich doch sehr herausgefordert hat. Es braucht doch einiges an Klettergeschick und Mut um durchzuhalten. Teilweise stand mir der Schweiß auf der Stirn bei wackligen Balancieraktionen auf Stahlseilen. Wenn man es dann aber geschafft hat, ist man wahnsinnig stolz auf sich und erfüllt von einem Hochgefühl.

Meine Tochter hat diese Trimm-Dich-Route eindeutig mit mehr Leichtigkeit geschafft als ich, aber ein Eis im Anschluss haben wir uns beide redlich verdient!


Mein Fazit:
Immer wieder gerne, ein absolutes Highlight!

Die Mitarbeiter des Kletterwaldes sind mit vollem Einsatz dabei. Mit einem Lächeln und einem netten Wort wird einem sofort weitergeholfen, wenn man eine Frage hat oder mal nicht weiterweiß. Mir hat das Klettern super viel Spaß gemacht und durch die gute Sicherheitseinweisung im Vorfeld wurde mir die Angst genommen.

Um es mit den Worten meiner Tochter zu sagen: „Mama, das war toll! Gehen wir morgen nochmal klettern?“

Alle Informationen und Tickets gibt es online unter:
www.kletterwald.net

Auch hier darf der Dank an Philipp für die tollen Fotos nicht fehlen! Zudem ein großes Dankeschön an das Team des Kletterwaldes, das diesen Tag zum Erlebnis gemacht hat!

Bis zur nächsten (R)Auszeit,
Anke