November 2019

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Foto: Roman Feis
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Der Experten-Tipp: Haftung als Öltankbesitzer

Nach wie vor ist Öl eine bedeutende Energiequelle. Zur Ölheizung in Wohnhäusern gehören aber Tanks, in denen ausreichende Mengen Heizöl gelagert werden können. Sie sind entweder oberirdisch (z. B. im Keller) oder unterirdisch installiert. Wenn Öl aus undichten Tanks entweicht, können erhebliche Schäden entstehen!

Die gesetzliche Haftungsgrundlage für Folgen aus Gewässerschäden ergibt sich aus § 89 des Wasserhaushaltsgesetzes (WHG). Nach dieser Bestimmung haftet der Inhaber eines Öltanks wegen ihrer besonderen Gefährlichkeit für das Grundwasser und oberirdische Gewässer ohne Verschulden und der Höhe nach unbegrenzt. Ob der Inhaber zum Auslaufen seines Tanks beigetragen hat oder nicht oder ob die Ursache von einem anderen ausging (z. B. dem Tankhersteller oder Tankwagenfahrer), ist gleichgültig. Es kommt allein darauf an, dass die gewässerschädigende Substanz aus der Anlage des Inhabers stammt. Auslaufendes Heizöl kann nicht nur Gewässerschäden, sondern auch andere Sachschäden verursachen. Für die „anderen“ Sachschäden ist die Haus- und Grundbesitzerhaftpflichtversicherung - bei einem selbstbewohnten Einfamilienhaus die Privathaftpflichtversicherung - zuständig.

TIPP: Bei der HUK-Coburg ist eine zusätzliche Versicherung meist nicht nötig, da das Gewässerschadenrisiko bereits über die Privat- oder Haus- und Grundbesitzerhaftpflicht-Versicherung gedeckt ist. Hierbei sind sowohl oberirdische (Keller-)Tanks als auch unterirdische Tanks bis zu jeweils 10.000 ltr. Fassungsvermögen versichert!

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