Juli 2019

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Alt Lürrip, Foto: Marc Thiele
Alt Lürrip, Foto: Marc Thiele

Der HINDENBURGER zu Gast im Restaurant Alt Lürrip

Die Gastro-Szene in Mönchengladbach ist in Bewegung. Nach vielen Jahren des Stillstands, während derer man immer zwischen den selben Locations wechselte, wird das Angebot seit einiger Zeit breiter und abwechslungsreicher. Neue, junge Gastronomen bringen den Mut auf, in Mönchengladbach etwas neues zu eröffnen, so wie Annika Wiek und ihr Team im Alt Lürrip auf der Neusser Straße.

Begleiten Sie uns auf unserem Ausflug in die modern interpretierte, rheinische Küche - so zumindest beschreiben die Betreiber ihr Konzept.

Foto: Marc Thiele
Foto: Marc Thiele

Die Entscheidung ins Alt Lürrip zu gehen fiel recht spontan, aber eine Tischreservierung war kein Problem. Bei unserer Ankunft wurden wir sehr freundlich empfangen und zu unserem Tisch im gemütlichen Restaurantbereich geführt, der von einem riesigen Bild mit Mönchengladbacher Motiven vom Düsseldorfer Künstler Jacques Tilly dominiert wird. Kurz nachdem wir einen Blick auf die Weinkarte geworfen hatten, kam unsere Wahl, ein deutscher Grauburgunder bereits und wurde fachmännisch serviert. Ein „amuse bouche“ - der Gruß aus der Küche - folgte ebenfalls schnell in Form kleiner Reibekuchen mit Speck und Sauerrahm. Schon einmal ein leckerer Einstieg. Während wir den Wein genossen und das Interior auf uns wirken ließen, wurde die Karte in Augenschein genommen. Klein aber fein war der erste Eindruck. Die Auswahl an angebotenen Gerichten, egal ob „Da Ahnfang - Rheinische Tapas“, „Dä Hubsach - die Hauptgerichte“ oder „Dat sösse Eng - Das süße Ende“ versprachen schon einmal eine abwechslungsreiche Reise in die rheinische Küche mit der angekündigten modernen Interpretation.

Foto: Marc Thiele
Foto: Marc Thiele

Bei den rheinischen Tapas entschieden wir uns für einen guten Querschnitt und wählten 5 verschiedene Kleinigkeiten aus. Eine Currywurst im Glas, Flöns (Blutwurst) Carpaccio, Heringsstip Bruschetta, Suure Kappes (Sauerkraut) im Wan Tan Säckchen und Reibeplätzchen mit Apfel-Chilli-Chutney. Alle fünf Vorspeisen kamem schnell und zeitgleich. Die Portionsgrößen waren für Vorspeisen sehr gut bemessen und preislich mit 2,80 € - 3 € unserer Meinung nach sogar sehr günstig. Auch geschmacklich konnten alle fünf Tapas voll überzeugen. Der erste Eindruck war schon einmal sehr stimmig. Nachdem wir uns mit der Vorspeise viel Zeit gelassen hatten, kam irgendwann der Moment, in dem wir uns für die Hauptgerichte entscheiden mussten. Obwohl „nur“ 13 Hauptgerichte auf der Karte stehen, fiel die Auswahl recht schwer, denn es klang alles verführerisch. Natürlich gab es Burger - aber mit Spießbraten oder Himmel und Ääd oder Rinderleber. Es gab Rheinischen Sauerbraten vom Pferd oder vom Rind, Rinderfilet, Karree vom Iberico Schwein, Forelle, Ragout von der Grillhaxe, Reibekuchen, echtes Wiener Schnitzel oder einen Salat. Auch hier ein guter Querschnitt durch die Rheinische Küche und eine schwere Entscheidung. Schlussendlich fiel die Wahl auf den Spießbratenburger mit Altbier-BBQ-Soße und das Ragout von der Grillhaxe mit Sauerkraut und Bratkartoffeln. Die etwa 15 Minuten Wartezeit vergingen bei einem weiteren Glas des leckeren Weißweins wie im Flug und dann konnten wir endlich die auch schön angerichteten Hauptgerichte probieren. Auch hier hielt der Geschmack, was das Auge versprach. Das Fleisch war zart und auf den Punkt, Pommes Frites und Bratkartoffeln waren knusprig und die Gesamtkomposition war gut aufeinander abgestimmt. Der einzige kleine Wehrmutstropfen war, dass beim Ragout von der Grillhaxe eine Prise zuviel Salz verwendet wurde, aber im geschmacklichen Gesamtbild ist das absolut zu vernachlässigen.

Seit dem 12. April gibt es eine separate Spargelkarte und wie uns die Betreiber sagten, wird sich auch die Karte regelmäßig verändern. Zum Sommer soll auch der kleine Biergarten wieder eröffnen.

Foto: Marc Thiele
Foto: Marc Thiele

Unser Fazit:
Die Aussage, die Rheinische Küche modern zu interpretieren, wird sehr gut umgesetzt. Die kleine aber feine Karte bietet für jeden Geschmack etwas passendes, das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmt absolut, der Service ist sehr freundlich und kompetent und - was am wichtigsten ist - es schmeckt!

Wir wünschen Annika Wiek und Ihrem Team viel Erfolg und werden garantiert wieder kommen. Machen Sie das doch auch - es lohnt sich.

Restaurant Alt Lürrip
Neusser Str. 356
41065 Mönchengladbach
Di-Fr. 17-23 Uhr
Sa. 12-23 Uhr
So. 12-22 Uhr
www.alt-luerrip.de

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