April 2020

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MEDIZIN+CO

MEDIZIN+CO 02/2020

GESUNDHEITSBERUFE 2020

GESUNDHEITSBERUFE 2020
Gala der Musikschule im Hugo-Junkers-Hangar Mönchengladbach. Foto: © Musikschule/ Andreas Jütten
Gala der Musikschule im Hugo-Junkers-Hangar Mönchengladbach. Foto: © Musikschule/ Andreas Jütten

Die Musikschule der Stadt Mönchengladbach

Redaktion: Corinna Greven

Die Mönchengladbacher Musikschule genießt einen hervorragenden Ruf, weit über die Stadtgrenzen hinaus. Der Hindenburger hatte die Gelegenheit mit Musikschulleiter Christian Malescow und seiner Stellvertreterin Annette Bauernfeind-Gormanns in einem Gespräch ein wenig hinter die Kulissen zu schauen.

HINDENBURGER: Warum sollte man das Angebot einer Musikschule anderen Angeboten vorziehen?

Annette Bauernfeind-Gormanns: Die Musikschule ist eine gewachsene Institution, die nicht nur angestellte Musiklehrer/-innen hat, sondern auch Orchester, Ensembles und Chöre. Ein solches Angebot können Privatlehrer/-innen nicht unterbreiten. Hier findet man alles kompakt.

Christian Malescov: Unsere Lehrer/-innen unterstützen die Schüler/-innen bei Vorspielen, empfehlen sie für Stipendien und schulen für Bühnenpräsenz und Auftritt. Wir ermöglichen eine musikalische Ausbildung über alle Facetten. Da können wir als Musikschule auf eine ganz andere Infrastruktur zurückgreifen. Wir sind dem Verband Deutscher Musikschulen (VdM) angeschlossen und arbeiten nach Lehrplan. Wir haben qualifizierte Lehrer/-innen, die alle studiert haben. Und wir sind da, um musische Bildung zu ermöglichen. Wenn Ihr Ziel ist, die Musik als Hobby zu erlernen, dann wird der/die Lehrer/-in Sie so unterrichten, dass Sie möglichst schnell mit anderen zusammen spielen können und bspw. Teil eines Ensembles werden. Wir können hier alle Ziele bedienen. Von denjenigen, die die Musik hobbymäßig betreiben und mit anderen ein wenig zusammenspielen und einfach nur Spaß haben möchten, bis hin zur Ausbildung zum Profimusiker. Wir haben als einzige Institution in Mönchengladbach eine studienvorbereitende Ausbildung, die professionell so organisiert ist, dass die Schüler/-innen quasi direkt von hier zur Hochschule gehen und ihre Aufnahmeprüfung bestehen und dort studieren können. Und wir haben den Vorteil, dass unser Gebäude sehr ansprechend ist und die Leute – Lehrer/-innen wie Schüler/-innen – gerne herkommen und sich hier sehr wohl fühlen.

HINDENBURGER: Geht die studienvorbereitende Ausbildung über alle Fächer?

Christian Malescov: Ja, wir bieten das für alle Fächer an. Die Schüler/-innen kommen in die gesonderte Abteilung der Musikschule, dort werden Sie in allen Fächern unterrichtet, die Sie für die Aufnahmeprüfung der Hochschule benötigen, wie z.B. Theorie, Gehörbildung, Musikgeschichte, Sie müssen zum Beispiel singen können, Klavier spielen – und diese ganzen Fächer sind in der studienvorbereitenden Ausbildung enthalten.

HINDENBURGER: Gibt es Probestunden, die man vereinbaren kann?

Annette Bauernfeind-Gormanns: In jedem Fach bieten wir eine kostenfreie Probestunde, die dann mit den/der jeweiligen Fachleiter/-in vereinbart wird. Wir haben eine relativ kurze Bindungszeit von einem halben Jahr, in der man sich entscheiden kann, ob man mit der Ausbildung weitermachen möchte oder nicht.

Christian Malescov: Und wir sind recht straff organisiert innerhalb der Fachbereiche. Es gibt immer eine/n Fachleiter/-in und wenn Sie dann feststellen, dass Sie irgendwelche Probleme mit Ihrem Unterricht oder gar dem/der Lehrer/-in haben, können Sie - sollen Sie sogar - zum/r Fachleiter/-in gehen, der/die dann gemeinsam mit Ihnen eine Lösung finden werden wird.

Aufführung im Rahmen der Ensemblia 2019. Foto: © Musikschule/ Andreas Jütten
Aufführung im Rahmen der Ensemblia 2019. Foto: © Musikschule/ Andreas Jütten

HINDENBURGER: Wie viele Lehrer/-innen haben Sie an der Musikschule?

Annette Bauernfeind-Gormanns: Wir haben derzeit insgesamt über 80 festangestellte Lehrer/-innen

Christian Malescov: Alle Lehrer/-innen sind hochqualifiziert und haben einen pädagogischen Abschluss. Jede Lehrkraft bemüht sich um optimale Förderung der Schüler/innen. Bei Stillstand der Weiterentwicklung der Schüler/-innen wird nach Lösungen gesucht und gegebenenfalls ein Lehrerwechsel vorgenommen.

HINDENBURGER: Wie groß ist die Schülerschaft derzeit?

Christian Malescov: Wir haben hier um die 4.000 Schüler/-innen.

Annette Bauernfeind-Gormanns: Wir sind auch in über 25 Kindergärten mit unserem EMU-Projekt vertreten, bei dem es um die elementare musische Erziehung geht. Darüber hin aus haben wir Kooperationen mit 6 weiteren Tageseinrichtungen und mehreren Grund- und weiterführenden Schulen, deren Schüler/-innen mit in diese Zahl fallen.

HINDENBURGER: Wenn Sie in Kindergärten und Schulen gehen, ist das dann etwas, das die Eltern gesondert bezahlen müssen?

Christian Malescov: Das ist ganz unterschiedlich. Es gibt Kindergärten und Schulen, deren Förderverein das trägt. Andere handhaben das so, dass ein Vertrag direkt mit uns als Musikschule abzuschließen ist, um an dem Unterricht teilnehmen zu können.

HINDENBURGER: Wie ist die generelle Schülerstruktur?

Annette Bauernfeind-Gormanns: Wir haben Schüler/-innen aus allen Altersklassen, beginnend bei den Eltern-Kind-Kursen bis hin zum Abitur, aber ebenso Erwachsene.

Christian Malescov: Im Grunde ist eine Spiegelung der Bevölkerung. Vom Baby bis zum Rentner haben wir alles. Der demografische Wandel macht sich natürlich auch bei uns bemerkbar, das ist ganz klar. Wir haben jetzt deutlich mehr Erwachsene als noch vor 10 Jahren.

Das Berggartenfest 2019. Foto: © Musikschule/ Nils imhorst
Das Berggartenfest 2019. Foto: © Musikschule/ Nils imhorst

HINDENBURGER: Wie sieht denn das kommende Jahr aus, geben Sie unseren Lesern/-innen doch bitte einen Ausblick.

Christian Malescov: Am 18. und 19.01. spielt unser Jugendsinfonie-Orchester im Kunstwerk im Rahmen der „Night in white satin“. Wir planen wieder eine Konzertreise nach Verona. Wir schicken jedes Jahr Schüler/-innen zu einem großen Workshop für 3 Wochen nach San Diego, Dieser Austausch wird unterstützt vom Rotary Club Mönchengladbach.

Annette Bauernfeind-Gormanns: Außerdem das traditionelle Muttertagskonzert und das Berggartenfest natürlich. Am Ende des nächsten Jahres wird wieder „Movies in Concert“ im Kino stattfinden.

Christian Malescov: Vom 7.- 9. Februar findet im Haus Erholung der Regionalausschuss des 57. Wettbewerbs „Jugend musiziert“ statt. In Vorbereitung hierfür werden unsere Schüler/-innen von Mitte Januar bis Anfang Februar Konzerte spielen. Während der Wettbewerb für alle qualifizierten Musiker offen ist, sind diese Vorbereitungskonzerte unseren Schülern vorbehalten, damit diese sich an die Prüfungs- und Bühnensituation gewöhnen können.

HINDENBURGER: Gibt es etwas, worauf Sie besonders hinweisen möchten?

Christian Malescov: Ja. Es geht das Gerücht, dass man sich bei uns gar nicht erst anmelden müsse, da wir lange Wartelisten hätten. Dem ist nicht so. Wir haben es durch die Flexibilisierung des Unterrichtsplans geschafft, dass wir meistens alle aufnehmen können. Es ist auch kein Problem, unterjährig in den Unterricht einzusteigen. Das können unsere Lehrer/-innen mehr als gut auffangen und steuern.

Annette Bauernfeind-Gormanns: Darüber hinaus bieten wir auch unseren variablen und intensiven Unterricht an. Je nach dem individuellen Stand des/r Schülers/-in wird der Unterricht sowohl in kleinen Gruppen als auch einzeln erteilt. Um begabte Schüler/-innen adäquat pädagogisch betreuen zu können, wird ein intensiver Einzelunterricht angeboten.

HINDENBURGER: Herr Malescov, Frau Bauernfeind-Gormanns, wir danken für das Gespräch!

Stadt Mönchengladbach
Fachbereich Weiterbildung und Musik
- Musikschule -
Lüpertzender Straße 83
41061 Mönchengladbach
Tel.: 02161 - 25 64 30
musikschule@moenchengladbach.de

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