Oktober 2019

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Foto: © Ev. Stiftung Hephata
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Evangelische Stiftung Hephata: Weiter durch Bildung. Ein Berufsweg

Das Hephata Berufskolleg ist bereits seit den 1970er Jahren, zunächst noch als Weiterbildungsstätte (sog. „HEP-Schule“) der damaligen Bildungs- und Pflegeanstalt, ein Teil der Stiftung. 1992 wurden die Bildungsgänge am Berufskolleg dann staatlich anerkannt.

Foto: © Ev. Stiftung Hephata
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Eine der „Erfolgsgeschichten“, die eng mit der Stiftung als Dienstgeberin verbunden ist, soll hier berichtet werden: Die Rede ist von Kristina Köhlen. Bereits mit 14 Jahren wurde sie durch ein Schulpraktikum auf das Berufsfeld der heilerzieherischen Arbeit mit Menschen mit Behinderung aufmerksam. Schon früh absolvierte sie -ihren Berufswunsch Heilerziehungspflegerin vor Augen- freiwillig weitere Praktikumszeit in einer Wohneinrichtung der Stiftung Hephata. Mit dem Realschulabschlusses brachte sie zunächst noch nicht die formalen Aufnahmevoraussetzungen für die Fachschule für Heilerziehungspflege mit. So absolvierte sie zunächst zwischen 2005 und 2007 die Ausbildung zur staatlich geprüften Heilerziehungshelferin, um dann die dreijährige Fachschulausbildung zur Heilerziehungs-pflegerin im Sinne einer Weiterbildung anzuschließen. In dieser Zeit war sie im fachpraktischen Teil bereits zu großen Teilen in den Mobilen Pädagogischen Diensten (MoPäD) der Stiftung tätig und war somit Teil der bereits Ende der 1990er Jahre eingeleiteten Dezentralisierung und Ambulantisierung von Hilfen für Menschen mit Handicap.

Sie ergriff die Chance und ergänzte das Fachschulexamen um die Fachhochschulreife, welche im Rahmen der HEP-Ausbildung möglich ist. Danach sammelte sie Berufspraxis mit einer halben Stelle, auch im Bereich des Betreuten Wohnens, um dann ein Studium der Sozialen Arbeit an der Hochschule Niederrhein aufzunehmen. Trotz der Doppelbelastung von Studium und Beruf wurde gut drei Jahre später der Bachelor (Soziale Arbeit/Sozialpädagogik B.A.) verliehen. Neben der Beschäftigung im Unternehmen sammelte sie bei der Wohnungslosenhilfe des Diakonischen Werks berufliche Erfahrungen und übernahm zunächst eine Aufgabe im Sozialen Dienst der Hephata WfbM, Betriebsstätte Spielkaulenweg (SKW). Es zeichnete sich bald ab, dass Kristina Köhlen eine weitere Herausforderung in ihrem Werdegang antreten würde, die Abteilungsleitung der „Montage plus“ der Betriebsstätte am „SKW“. In diesem Kontext hat sie die in der Personalentwicklung vorgesehenen Angebote des „Traineeprogramms“ sowie des Führungskräftetrainings ebenfalls erfolgreich absolviert.

Foto: © Ev. Stiftung Hephata
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Die Ev. Stiftung Hephata hat sie dabei nach eigenem Bekunden stets als Unternehmen unterstützt. Sie sagt: „Es ist schon unglaublich, wie ich in den vergangenen Jahren während meiner Ausbildung am Berufskolleg und im Rahmen der beruflichen Weiterentwicklung motiviert wurde. Man hat mir zugehört, meine Ziele erkannt und mir neben Sicherheit im Arbeitsleben immer auch Freiheiten gegeben“.

Mit dem Berufskolleg hält sie weiter Kontakt, engagiert sich als Praxisanleitung im Unternehmen und betreut Auszubildende in den Bildungsgängen Sozialassistenz und Heilerziehungspflege im fachpraktischen Teil der Ausbildung. Hierbei betont sie, dass es wichtig sei, verschiedene Berufsfelder im Rahmen der praxisintegrierten Ausbildung zu durchlaufen.

Im Gespräch wird deutlich, dass Kristina Köhlen schon jetzt einen beeindruckenden Werdegang vorzuweisen hat und immer neugierig geblieben ist. Aktuell steht eine Fortbildung im Bereich Autismus auf der Agenda. Bestimmt nicht der letzte Baustein. Denn für Menschen wie Kristina gilt: Weiter durch Bildung.

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