Juli 2019

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Das Verrückt? Na, und“-Team: v.l: Timm Rudolph, Birgit Lubos, Frank Knors, Alexander Cremer, von links hinten: Anne Krieger, Esther Jürgens. Foto: © Rehaverein MG
Das Verrückt? Na, und“-Team: v.l: Timm Rudolph, Birgit Lubos, Frank Knors, Alexander Cremer, von links hinten: Anne Krieger, Esther Jürgens. Foto: © Rehaverein MG

Verrückt? Na und!

Seelisch fit im Klassenzimmer

Fast jeder Mensch hat schon selbst eine psychische Krise erlebt oder kennt jemanden, der psychische Probleme bewältigen muss. Dennoch sind seelische Erkrankungen immer noch ein Tabuthema. Daher engagiert sich der RehaVerein seit 2014 als Kooperationspartner von Irrsinnig menschlich e. V. (Leipzig) in dem Präventionsangebot Verrückt? Na, und!

Das Projekt nimmt Schüler und junge Menschen in Ausbildung in den Focus mit dem Ziel sie wach zu machen für das Thema seelische Gesundheit, ihre Stärken zu fördern, Belastungen früher zu erkennen und das Klassenklima zu verbessern. Seitdem hat das Expertenteam für Seelische Gesundheit zahlreiche Projekttage in Schulen und Bildungseinrichtungen ab der 9. Klasse durchgeführt.

Das Team von Verrückt? Na, und! kommt zu den Schülern/ Azubis/ FSJ´lern (Freiwilliges Soziales Jahr) in die Klassen und macht das abstrakte Thema psychische Gesundheit an einem Schultag erfahrbar. Die Schüler reden mit den Experten über ihre (Vor-)Urteile, Ein-stellungen und Erfahrungen im Umgang mit seelischen Krisen.

An praxisnahen Beispielen aus dem Schulalltag und dem Leben von jungen Menschen setzen sich die Schüler in Gruppenarbeiten intensiv mit dem Umgang mit besonderen Herausforde-rungen auseinander und diskutieren ihre Ergebnisse danach mit ihren Mitschülern. Zum Bei-spiel zu Themen wie Umgang mit Stress, selbstverletzendes Verhalten bei einer Freundin, eine Mitschülerin kommt aus der psychiatrischen Behandlung zurück, Verhalten bei Mobbing u. a.

Die Schüler nehmen aus den Projekttages die Erfahrung mit, dass psychische Krisen zum Leben dazu gehören und auf unterschiedliche Weise zu bewältigen sind. Im lebendigen Dialog tauschen sie sich aus, was sie stärkt und packen zum Beispiel einen Notfallkoffer für seeli-sches Wohlbefinden. Sie sehen, dass es Sinn macht, sich frühzeitig Unterstützung zu holen. Sie erleben Genesungsbeispiele und werden angeregt, eigene Verhaltensweisen z. B. Alko-hol- und Drogenkonsum kritisch zu hinterfragen.

Erwiesenermaßen ermöglicht das Programm, Ängste und Vorurteile abzubauen, Zuversicht und Lösungswege zu vermitteln und Wohlbefinden in der Klasse zu fördern. Das Programm ist ein Modellprojekt für die vorbildliche Umsetzung der Gesundheitsziele „Gesund aufwach-sen“ und „Depressionen verhindern“ und wird gefördert von Kranken- und Unfallkassen.

Das Team kommt gern an Schulen und freut sich auf Anrufe oder E-mails!

Ansprechpartner für Verrückt? Na, und!
Projektkoordinator Timm Rudolph
Tel.: 02166.970470
E-mail: t.rudolph@rehaverein-mg.de

Weitere Informationen auch auf der Homepage des RehaVereins www.rehaverein-mg.de unter Projekt KipE

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