Oktober 2019

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Foto: Matthias Stutte
Foto: Matthias Stutte

Zum Sommerauftakt zieht es die Jugend ins Theater

Text: Susanne Jordans

Konzertkobold Kiko erklärt die Welt der Musik: Die Kinderkonzerte im Theater für Kinder im Alter von 6 bis 10 Jahren sind halbszenische, moderierte Konzerte. Im Gespräch und in der Interaktion zwischen Kobold Kiko, gespielt von Paula Emmrich, und Dirigent Andreas Fellner sowie Musikern und dem Publikum erfahren die Zuhörer spielerisch und humorvoll allerlei über die weite Welt der Musik. Selbstverständlich wird auch viel Musik gespielt. Der Kobold ist dabei die Identifikationsfigur für die Kinder. Er stellt Fragen, wie sie auch Kinder stellen würden, ist neugierig und wissbegierig.

llustrationen: Ira Brüll
llustrationen: Ira Brüll

Jede Saison werden fünf verschiedene Programme vorgestellt, davon immer ein Orchestermärchen – hier liest Kiko ein Märchen mit Musik vor – und ein Komponistenportrait, bei dem ein weiterer Schauspieler als Komponist zu Besuch kommt. Regelmäßig ist „Instrumenten-kunde“ Thema, außerdem wird gerne in andere Länder oder Epochen „gereist“.

Das „Kernteam“ der Kinderkonzerte besteht aus Paula Emmrich, der Konzertdramaturgin und Konzertpädagogin des Theaters, Eva Ziegelhöfer, und Dirigent Andreas Fellner. Aus dem Orchester steht Chisato Yamamoto, die zweite Konzertmeisterin, beratend zur Seite. Zu viert legt das Team die Themen der Konzerte fest. Musikalische Vorschläge kommen von Andreas Fellner, Chisato Yamamoto und Eva Ziegelhöfer, inhaltliche Ideen vor allem von Paula Emm-rich und Eva Ziegelhöfer. Die Texte der Konzerte schreibt Paula Emmrich.

Aufgrund der hohen Nachfrage bietet das Theater die Konzerte an jedem Kinderkonzertsonn-tag zweimal an, um 11 Uhr und um 12.30 Uhr. Die Kinderkonzertsaison 2019/20 beginnt am 29. September mit dem Konzert „Kiko und die Technik“.

Im Interview: Paula Emmrich

Hbg: Gemeinsam mit dem Team entwickeln Sie die inhaltlichen Ideen der Kinderkonzerte. Wie muss man sich die Zusammenarbeit vorstellen?

Paula Emmrich: Wir treffen uns zunächst zum ersten Brainstorming im Rahmen der Pla-nungen zur neuen Spielzeit. Von den fünf Aufführungen, die wir konzipieren, gibt es grund-sätzlich immer ein Komponistenportrait – der Komponist wird natürlich auf der Bühne von einem Schauspieler dargestellt – und ein Märchen, das ich erzähle. Die anderen Programme stehen uns zur freien Planung bereit. Ein Thema kann etwa sein, wie Gefühle in der Musik entstehen. Dann erarbeiten wir die Titel der Programme.

Hbg: Sie schreiben die Texte der Konzerte. Wie lassen Sie sich inspirieren?

Paula Emmrich: Ich gehe zwei Wochen in Klausur, gehe die Stichworte durch, die ich mir während unserer Brainstormings notiert habe, und lese dann viel zu den Themen. Handelt es sich um reine Fantasiegeschichten, gehe ich dann mit mir und meiner Fantasie spazieren.

Hbg: Am Theater haben Sie auch schon Pippi Langstrumpf, Sams, Strohmann im „Zauberer von Oz“ oder Frau Waas in „Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer“ gespielt. Gibt es eine Lieblingsrolle?

Paula Emmrich: Als Schauspielerin findet man alle Rollen gut, weil man sich intensiv mit den darzustellenden Charakteren beschäftigt. Pippi habe ich auch schon während meines Engagements am Dortmunder Theater geliebt; später dann am Theater Krefeld und Mön-chengladbach. Das Sams war eine echte Herausforderung, was die Maske betrifft. Das Kiko – diese von mir erfundene Rolle ist weder weiblich noch männlich, sodass sie alle Kinder mit dem Kobold identifizieren können – ist frech, grantig, aber auch nett. Das Kiko zu spielen macht mir seit 15 Jahren sehr viel Spaß.

Foto: Matthias Stutte
Foto: Matthias Stutte

Mundanear: Die Tanz-Theaterproduktion des Jugendclubs

Das Theater an der Odenkirchener Straße hat weitere zahlreiche Produktionen speziell für Kinder und Jugendliche im Programm. „Mundanear“ zum Beispiel, die Tanz-Theaterproduktion des Jugendclubs Mönchengladbach. „Mundanear“ hat Silvia Behnke, Balletttänzerin und Theaterpädagogin am Theater, inszeniert. Der Inhalt: Ob es nun ein Auslands-jahr nach dem Abi, der Urlaub oder, im extremsten Falle, gleich das Auswandern ist: Der Wunsch nach anderen Welten, Landschaft, Weite, Unberührtheit und Wildnis wächst zunehmend und wird immer dringlicher. Aber was bewegt uns in die Fremde gehen zu wollen? Welche Sehnsüchte und Träume lassen vor allem immer mehr junge Menschen aufbrechen, um fremdes Terrain entdecken zu wollen? Ist es bloße Neugierde auf fremde Sitten und Ge-bräuche oder versteckt sich mehr dahinter?

Diesen Fragen kommt eine Amateurtanztruppe auf die Spur, die pünktlich zum Abi die Nach-richt erhält, dass sie bei einem Tanz-Battle gewonnen haben. Der erste Preis ist eine Reise zu den Tanzfestivals überall auf der Welt. Die Freude ist groß, doch Lisa will gar nicht mit, und Max hat seine ganz eigene Vorstellung diese Chance wahrzunehmen...

Termine

Am 5., 6., 8. und 9. Juli, um 20 Uhr im Studio.
Tickets für die aktuelle und die neue Spielzeit 2019/20 sind erhältlich auf www.theater-kr-mg.de und an der Theaterkasse unter 02166 6151 100.
Wer sich für ein Abo interessiert, kann sich ebenfalls an der Theaterkasse beraten lassen.

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