Auf Blauen Grund steht in Orange "Gründungswoche" darunter steht in weiß "Niederrhein 15. bis 21 November 2021" Auf Blauen Grund steht in Orange "Gründungswoche" darunter steht in weiß "Niederrhein 15. bis 21 November 2021"
01.11.2021 Anzeige
Stadtleben

Gründungswoche Niederrhein

15. bis 21. November 2021

Während einer echten Aufzugfahrt den perfekten Ideen-Pitch üben. In nur zwei Stunden die erste App aufsetzen, ganz ohne technisches Knowhow. Prototypen per 3D-Drucker erstellen, Werbespots für Social Media entwickeln, den Weg zum eigenen Onlineshop einschlagen – oder ganz tief in Themen wie Rechtsfragen, Patentrecherche, Suchmaschinenoptimierung, Businesspläne oder Fördermittelakquise einsteigen: 2021 setzt die Gründungswoche Niederrhein mit einem üppigen Programm von Mönchengladbach über Krefeld bis Kleve und vom Kreis Viersen bis in den Rhein-Kreis Neuss einmal mehr neue Maßstäbe. Zwischen dem 15. und 21. November warten insgesamt rund 80 mal nutzwertige, mal netzwerklastige, stets lehrreiche, mal sogar sportliche, aber vor allem durchgehend kostenfreie Veranstaltungen – davon etliche (hoffentlich) auch wieder in Präsenz – auf Gründungsinteressierte, Gründerinnen und Gründer sowie Startups aus der Region. Als Highlight für die Szene ist dabei ein erstmaliger Zusammenschluss aller regionaler Gründungsstammtische geplant, in der Viersener „Rockschicht“.

Ein modernerer Name, spannende neue Themen, eine teilweise internationale Ausrichtung: Organisiert wird die Woche wieder durch die WFMG – Wirtschaftsförderung Mönchengladbach in enger Zusammenarbeit mit dem zweiten Hauptsponsor, der IHK Mittlerer Niederrhein. Weitere Sponsoren sind die Wirtschaftsförderung Krefeld, die Stadtsparkasse Mönchengladbach, die Sparkasse Krefeld, die Wirtschaftsförderung des Kreises Viersen, die Stadt Viersen, das Gewächshaus für Jungunternehmen e.V. sowie die Marketing Gesellschaft Mönchengladbach mbH, welche in Mönchengladbach, der Keimzelle der Gründungswoche Niederrhein, die City-Light-Vitrinen zur Verfügung stellt. Dazu gesellen sich zahlreiche Partner, die Veranstaltungen anbieten und/oder organisieren, darunter etwa die Hochschule Niederrhein mit einem massiv ausgeweiteten Programm, die NEW Blauschmiede, der Digitalisierungs- und Gründungsverein nextMG, aber auch weitere teils langjährige Mitstreiter wie BVMW, CO21, Beraterstudio, Gründungsberatung Niederrhein, Jobinkubator, Female Innovation Hub, BARMER, Handelsverband, NRW-Bank oder S-UBG.

„Es freut mich besonders, dass so viele Parteien zusammenarbeiten, sich gegenseitig unterstützen und so dieses vielfältige Programm erst ermöglichen. Gemeinsam erreicht man schließlich immer mehr, als für jeden einzelnen denkbar wäre“, sagt IHK-Hauptgeschäftsführer Jürgen Steinmetz, der erneut die Schirmherrschaft der Woche übernommen hat. Thematisch werden in diesem Jahr mehrere Schwerpunkte gesetzt. Stark im Fokus steht etwa „Female Entrepreneurship“, also die Besonderheiten des Gründens von und für Frauen. Auch die Unternehmensnachfolge, eine Sonderform der Gründung, wird mehrfach aufgegriffen – damit wird ein ausdrücklicher Wunsch zahlreicher Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus den Vorjahren umgesetzt. Ebenso ist das Gründen aus der Arbeitslosigkeit Thema – die Gründungswoche verfolgt schließlich keine abgehobenen Silicon-Valley-Ambitionen, sondern einen hemdsärmeligen Ansatz für sämtliche Ausprägungen von Gründung und Gründungsinteresse. Nachhaltigkeit wird im Veranstaltungsprogramm betont, Onlinemarketing und das Business-Model-Canvas-Modell ebenso. Und wenn gezeigt wird, wie man das oft Bildschirmlastige Startup-Leben mit Bewegung und Brainfood in Verbindung bringt, kommen sogar Faszienrollen zum Einsatz – es wird also erstmals sportlich in der Gründungswoche.

Besonders spannend auch für Außenstehende wird es meist, wenn Startups selbst aus der Praxis berichten. Hierzu gibt es im Rahmen der Gründungswoche mehrfach Gelegenheit – auch einige namhafte Gründerpersönlichkeiten, teils neu, teils aus den Vorjahren bekannt, geben sich die Ehre.

„Es ist schier unglaublich zu sehen, wie so viele regionale Akteure Zeit, Engagement und Kraft investieren, um dieses geballte Angebot für die Szene auf die Beine zu stellen“, sagt Jan Schnettler (WFMG), Koordinator der Gründungswochen-Aktivitäten. „Das passt perfekt zum Motto der diesjährigen bundesweiten Woche – ,Gründen heißt Vielfalt‘.“ Tim Vennen, IHK-Berater Digitalisierung und Startups, fügt hinzu: „So ein üppiges Programm sucht Seinesgleichen. Wir hoffen, dass uns nun möglichst viele Gründungsinteressierte, Gründende und Startups aus der Region, aber auch darüber hinaus, die Bude einrennen werden, ob nun digital, hybrid, oder, wo es möglich ist, auch wieder in Präsenz.“ 3G- oder sogar 2G-Regelungen sollen dabei das Mittel der Wahl darstellen.

Ganz neu mit im Boot ist die Hochschule Rhein-Waal (Kleve) mit ihren zahlreichen, vorwiegend englischsprachigen und rein digitalen Angeboten, die eigens auch für Nicht-Studierende geöffnet werden. Damit schließen sich zwei Premium-Partner der bundesweiten Gründungswochen-Aktivitäten zusammen: Im September 2021 hatten WFMG und Hochschule Rhein-Waal ihre jeweiligen Programme als Best-Practice-Beispiele bei einer Digitalveranstaltung des RKW-Kompetenzzentrums präsentiert, das die bundesweite Gründungswoche fürs Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) organisiert und koordiniert. Im Kontext dieser Veranstaltung wurde spontan die Idee geboren, die jeweiligen Angebote zu bündeln – was denn auch mir nichts, dir nichts umgesetzt wurde. „Wir freuen uns über eine so große Zusammenarbeit niederrheinischer Partner, um gemeinsam eine Gründungskultur zu etablieren“, sagt Christina Martens, Start-up Coach an der Hochschule Rhein-Waal.

Dass das Thema Startup-Förderung am Niederrhein übrigens langsam, aber sicher aus den Kinderschuhen herauswächst, zeigt allein der Blick auf die Veranstaltung „Startups als Ausbilder – Eine Chance für alle Beteiligten“, die in der Gründungswoche geplant ist. Auch machen sich gleich mehrere Startups aus der Region aktuell daran, die nächste Wachstumsstufe zu erklimmen. Das Mönchengladbacher Startup EEDEN (www.textile-upcycling.com), das einen chemischen Recyclingprozess für Alttextilien entwickelt, befindet sich im Due-Diligence-Prozess mit dem High-Tech-Gründerfonds und sucht aktuell weitere Investoren für zusätzlichen Kapitalbedarf. Renovido (https://renovido.com), ebenfalls aus der Vitusstadt, startet Anfang November eine Crowdfunding-Kampagne und ermöglicht es damit Privatpersonen, Unternehmen und Business Angels, in das junge Unternehmen zu investieren und am Erfolg seines Küchen-Abos zu partizipieren.

Neu ist in diesem Jahr neben dem Namen (aus Gründerwoche wurde bundesweit Gründungswoche) auch die Tatsache, dass die Region ihre Angebote noch enger gebündelt hat als im Vorjahr. So wurden beispielsweise neue zentrale Social-Media-Kanäle der Gründerregion Niederrhein (Facebook und LinkedIn) angelegt, auf denen die Woche und ihre Veranstaltungen beworben werden.

Das gesamte Programm ist unter www.gruendungswoche-niederrhein.de verfügbar. Auf Social Media ist die regionale Gründungsinitiative auf www.facebook.com/GruenderregionNiederrhein sowie www.linkedin.com/company/gruenderregion-niederrhein zu finden.

Die Gründungswoche Deutschland ist eine bundesweite Aktionswoche des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi), bei der es um die Förderung von Gründergeist und Unternehmensgründungen geht.