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Foto: Matthias Stutte
Foto: Matthias Stutte

Unterwerfung

Die Bühnenfassung von Thomas Blockhaus nach dem gleichnamigen Roman von Michel Houellebecq feiert in diesem Monat am Theater Mönchengladbach Premiere. Im Laufe der aktuellen Spielzeit wird es noch sieben weitere Vorstellungen geben.

Redaktion: Susanne Jordans

Foto: Matthias Stutte
Foto: Matthias Stutte

Der Stoff:

Frankreich im Wahljahr 2022: Um einen Sieg von Marine Le Pen, der Kandidatin des rechten Front National, zu verhindern, installiert eine Koalition aller übrigen Parteien den Vorsitzenden der neu gegründeten Bruderschaft der Muslime als gemeinsamen Präsidentschaftskandidaten. Dieser gewinnt die Wahl und ändert, gerade im Amt, die laizistische Verfassung der Grande Nation. Er führt Theokratie, eine gemäßigte islamische Rechtsprechung und Polygamie ein, was im Land zu einem deutlich veränderten öffentlichen Leben und zu ungeahntem Aufschwung führt … In „Unterwerfung“ entwickelt Michel Houellebecq die Vision einer Gesellschaft, die sich immer mehr radikalisiert und sich in verschiedene politische Lager teilt. Der Roman zählt zu den provokantesten und meistgelesenen Texten der letzten Jahre.

Die Bearbeitung:

Dieses ironisch zugespitzte Zukunftsszenario Frankreichs für das deutsche Theaterpublikum aufzubereiten, blieb Thomas Blockhaus vorbehalten. Auch schon einmal schlaflose Nächte habe er dabei gehabt, sagt er im Interview: „Mein erster Schritt war, eine Kurzfassung zu erarbeiten. Der Roman hat für einen Theaterabend viel zu viel Material – man muss sich entscheiden, was man weglässt. Der Filter, den man über den Inhalt des Romans legt, wird bei jedem Kürzungsvorgang immer feiner – das ist manchmal ein ziemlich mühsamer und schmerzhafter Prozess.“

Foto: Matthias Stutte
Foto: Matthias Stutte

Musik als ein Bindeglied zwischen Bühne und Zuschauer:

Um den Abend unterhaltsamer zu gestalten, baute Thomas Blockhaus eine ganze Reihe bekannter Chansons ein, darunter von Gilbert Bécaud und Jacques Brel. Ganz aktuell kommt auch Emmanuel Macron im Stück vor: „Obwohl das Stück aus der Perspektive des Jahres 2023 erzählt wird, sind die Ereignisse aus dem Wahljahr 2017 wichtiger Bestandteil der Geschichte“, erläutert Thomas Blockhaus seinen Schritt. Das Publikum dürfte es freuen, baut diese Aktualisierung doch eine weitere Brücke zur Gegenwart.

Hintergrund:

Die Inszenierung von Schauspieldirektor Matthias Gehrt ist eine Fortführung des Projektes „Kein schöner Land“, das sich mit der Flüchtlingsbewegung in Deutschland im Jahr 2015 und deren Folgen auseinandersetzte. Das Stück wurde im Frühjahr 2016 am Gemeinschaftstheater uraufgeführt.

Karten gibt es auf www.theater-kr-mg.de und unter Tel. 02166 6151 100.

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