Sinan Heesen steht hinter der Theke des Restaurant „ninety nine“ Sinan Heesen steht hinter der Theke des Restaurant „ninety nine“
Foto: © Marc Thiele
Sinan Heesen freut sich auf die Eröffnung seines „ninety nine“ in der KFH
01.06.2021
Gastronomie

Das „ninety nine“ in der Kaiser-Friedrich-Halle

Redaktion: Marc Thiele

Der Stolz auf das, was sein Team und er in den letzten Monaten in der Kaiser-Friedrich-Halle auf die Beine gestellt haben, war Sinan Heesen bei unserem Vor-Ort-Termin nicht nur anzusehen, jedes seiner Worte transportierte es. Natürlich war der Restaurantbereich teilweise noch Baustelle, aber eine in den letzten Zügen vor der Fertigstellung und das, was noch nicht zu sehen war, beschrieb er so gut, dass man meinte, es sei alles schon fertig. Von Vorschusslorbeeren halten wir nichts, aber um ehrlich zu sein, die Vorfreude auf die neue „gute Stube“ der Stadt ist auch bei uns groß. Moderne, gemütliche Sessel und Echtholztische für über 120 Plätze, eine lange, fast schon den Raum dominierende Theke mitsamt einer Rückwand aus mehreren tausend illuminierten Weinflaschen. Angrenzend ein Loungebereich, der für Freunde besonderer und hochwertiger Spirituosen ein ebenso besonderes Angebot bereit hält - die Private Bottle (dazu später mehr). Alles eingebettet in ein modernes, stimmiges, zum Wohlfühlen und Genießen einladendes Interior Design. Was für eine Verwandlung.

Auch wenn den Meisten zum Zeitpunkt des Erscheinens dieser Ausgabe noch der Blick ins Innere des Restaurants verwehrt sein dürfte, das kulinarische Angebot für den hoffentlich bald bevorstehenden Start kann man sich bereits ansehen, denn die Speisekarte ist schon auf der Restaurantwebsite www.ninetynine-mg.de veröffentlicht.

Sinan Heesen und Chefkoch Ekkehard Krüger setzen beim kulinarischen Angebot auf ein Menü-Konzept, auch wenn man alle Speisen natürlich auch einzeln bestellen kann, aber 29,99 € für ein Dreigang-Menü, „bei dem man auch satt wird“, so Heesen, ist schon eine Ansage. „Wir möchten, dass unsere Gäste verweilen. Gut und gemütlich essen, dabei gerne eine Flasche Wein leeren und einen tollen Abend bei uns verbringen. „Gerne auch versacken, das mögen wir doch alle“, fährt er fort. Die angebotenen Speisen sind eine moderne Zusammenstellung, die sich keiner eindeutigen Küchenausrichtung zuordnen lässt. Crossover vielleicht? Auf jeden Fall deutlich anders als früher. So gibt es als Vorspeisen zum Beispiel eine Tomaten-Orangen-Suppe, klassisches Bruschetta oder auch gratinierten Ziegenkäse. Beim Hauptgang, Salat, verschiedene Fisch- bzw. Fleischgerichte und auch dreierlei Nachspeisen. Regelmäßig sollen Gerichte ausgewechselt werden oder eine komplett neue Karte kommen. Selbstverständlich werden auch die kleinen Gäste berücksichtigt und sogar für die Vierbeiner wird es ein Tagesgericht geben.

Als Begleitung zu den Speisen steht eine gute Auswahl an Weinen, Bieren, Spirituosen und antialkoholischer Getränke zur Verfügung. Im Bierausschank finden sich sowohl Bolten Alt als auch Lohbusch Pils und das Sortiment der Warsteiner Brauerei. Bei den Weinen kommen neben der Auswahl aus der Weinkarte drei hauseigene Weine ins Glas, die speziell für die Heesen Gruppe vom Weingut Bauer aus Guldental (Nahe) abgefüllt werden.

Für Barfans wird es im „ninety nine“ ein breites Angebot an Spirituosen geben, ebenso klassische Cocktails wie z.B. einen Moscow Mule oder Gin Tonic. Was genau wird uns die noch ausstehende Getränkekarte verraten, die in den nächsten Tagen ebenfalls online verfügbar sein soll.

Ein besonderes Highlight und soweit uns bekannt, auch das erste Angebot dieser Art in Mönchengladbach, ist der „Bottle Owner“. Hier hat der geneigte Spirituosenfreund die Möglichkeit, besonders hochwertige Spirituosenflaschen zu kaufen und in speziell vor Ort dafür aufgebauten Fächern zu lagern. Wann immer man dann im „ninety nine“ einkehrt, hat man Zugriff auf „seine“ Flasche. Ob man sie dann mit an den Tisch nimmt und mit Freunden genießt oder sich in die Lounge zurück zieht, bleibt dem „Bottle Owner“, dem Flaschenbesitzer, überlassen. Ein nicht ganz billiger Spaß, der bei 300€ anfängt, aber man kann sich so eine Flasche ja auch im kleinen Freundeskreis teilen und dann vor Ort genießen.

Neben dem großen Gastraum liegt das kleinere Kaminzimmer. Natürlich ebenfalls stylisch eingerichtet bietet es z.B. bei kleineren Veranstaltungen Platz für 15-20 Personen oder es wird im Normalbetrieb ebenfalls als Lounge- oder Speisebereich genutzt.

Auch für alle, die mit der Kaiser-Friedrich-Halle eher Partys wie die von Hein+Klein verbinden, gibt die Neueröffnung Grund zur Freude, denn auch der über dem Restaurant gelegene Saal wurde renoviert und steht wieder für Partys und Feierlichkeiten zur Verfügung. Schon jetzt gibt es ein reges Buchungsgeschehen.

Bereits eröffnet hat der Biergarten „99B“. Für Sitzplätze sind coronabedingt die drei G‘s erforderlich (Genesen, Geimpft, Getestet). Alternativ kann man sich am Ausschank Getränke und kleine Speisen holen und im Abstand von mindestens 50 Metern z.B. auf der großen Wiese genießen - Fleecedecken können ebenfalls erworben werden.

Alles in allem präsentiert sich das neue Gastrokonzept des „ninety nine“ und des „99B“ sehr vielversprechend und macht noch mehr Lust, endlich wieder in der Gastronomie zu verweilen. Es ist schön, dass die „gute Stube“ der Stadt wieder ein angemessenes Angebot bekommt. Wir wünschen Sinan Heesen und seinem Team viel Erfolg und freuen uns auf Ihr Feedback, liebe Leserinnen und Leser, wenn Sie das „ninety nine“ bzw. „99B“ demnächst besuchen. (gerne per E-Mail an redaktion@hindenburger.de).


Restaurant „ninety nine“ / Biergarten „99B“
Kaiser-Friedrich-Halle
Hohenzollernstr. 15
41061 Mönchengladbach

www.ninetynine-mg.de